Zu wenig Kinderärzte im Spital: "Missmanagement"

SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder
SPÖ-Gesundheitssprecher Peter BinderBild: Land OÖ
Nach der "Heute.at"-Story über den Ärztemangel auf der Kinderstation im Rohrbacher Spital, meldete sich SPÖ-Gesundheitssprecher Binder – und wirft Gesundheitsreferentin Haberlander "Missmanagement" vor.
Die Situation am LKH Rohrbach ist alles andere als zufriedenstellend: Ein leitender Facharzt fehlt, dazu kommt eine Oberarztstelle, die wegen eines langen Krankenstandes nicht besetzt ist, und es gibt auch noch zwei unbesetzte Facharztstellen.

Heißt: Statt planmäßig fünf Ärzten ist derzeit nur ein einziger Arzt auf der Kinderstation des Landeskrankenhauses in Rohrbach (Oberösterreich) verfügbar, wir berichteten.

Bei der oö. Gesundheitsholding wisse man um das Problem, so Sprecherin Jutta Oberweger. Allerdings: Eine passende Lösung gibt's nicht wirklich, sondern nur eine Übergangs-, die leicht zur Dauerlösung werden könnte. Nämlich: "Wir schicken Ärzte aus anderen Spitälern der Holding nach Rohrbach", so Oberweger.

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"SPÖ hat davor gewarnt"



SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder ist deswegen alarmiert. "Eltern müssen gerade zu Weihnachten um die Gesundheitsversorgung für ihre Kinder bangen", sagt er. Bei ihm hätten sich bereits erste besorgte Familienväter gemeldet.

Auch die Übergangslösung der Holding beruhige ihn nicht. "Denn das bedeutet ja, dass es anderswo Fachärzte gibt, die so wenig ausgelastet sind, dass sie in Rohrbach den Dienst mitübernehmen können", so Binder, der sich das "angesichts der mir durch die Geschäftsführung übermittelten Infos, auf die ich nicht im Detail eingehen darf", nicht vorstellen kann.

Er wirft deswegen LH-Vize und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) und der Gesundheitsholding "Missmanagement" vor, dem "endlich ein Ende gesetzt werden muss". Er fordert Haberlander auf, "die Verbesserung der Gesundheitsversorgung endlich aktiv anzugehen".

"Erschreckende Unterversorgung"



Denn: Die Fehlentwicklungen, vor denen die SPÖ immer gewarnt habe, würden immer deutlicher werden. "Es häufen sich Beschwerden, die Wartezeiten werden immer länger und unübersichtlicher. Und neben dem eklatanten Mangel an Pflegepersonal stellt sich jetzt auch noch eine erschreckende Unterversorgung heraus", so Binder.

Und: "Man kann es nicht oft genug betonen: Mehr als eine Milliarde Euro dürfen die Oberösterreicher für den Betrieb der Krankenhäuser aufwenden. Da können sich Familien im ganzen Land wohl zu Recht erwarten, dass sie für ihre Angehörigen, insbesondere die Kinder, die besten Gesundheitsleistungen abrufen können, wenn sie sie brauchen."

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