Vor nicht einmal zwei Wochen musste ein Wohnhaus in Wien-Döbling wegen eines Wasserrohrbruches evakuiert werden. Am Donnerstag wurde wieder gegraben. Das Wasserrohr war schon wieder leck, die Füße der Anrainer in der Hofzeile wurden erneut feucht. Jetzt wird das Rohr im November getauscht.
Das nennt man wohl einen klassischen Rohrkrepierer: Nach dem zweiten Schaden innerhalb kürzester Zeit will die MA 31, Wiener Wasser, das Rohr nun endgültig austauschen.
Beim ersten Rohrschaden am 20. Oktober musste ein ganzes Haus evakuiert werden, der Gehsteig wurde unterspült und eine Hausmauer stürzte ein. Am Donnerstag wurde gegen 11 Uhr erneut ein Rohrschaden gemeldet.
90 Meter Rohr werden im November getauscht
Laut Wiener Wasser kam es durch Setzungen im Erdreich zu einem Folgeschaden. Noch am Donnerstag wurde die Hofzeile aufgegraben und der Schaden provisorisch repariert. Das Loch in der Straße blieb aber offen. Schon in der Nacht zum Samstag soll dort eine vorläufige Leitung verlegt werden. Am Montag gehen die Arbeiten dann erst so richtig los. 90 Meter Rohr werden von der Döblinger Hauptstraße bis zur Hofzeile Nummer 23 ausgetauscht. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende November dauern.
Mit Horchrohr und elektronischen Ohren auf Schadensjagd
Um Rohrbrüchen wie jenem in der Hofzeile vorzubeugen sind Mitarbeiter der MA 31 nächtlich unterwegs, um
Fehler in Rohren zu erlauschen. In Gegenden mit hohem Verkehrsaufkommen und dementsprechendem Verkehrslärm sind diese Mitarbeiter mit ihrem Horchrohr zwischen 3 und 4 Uhr früh unterwegs. Seit einiger Zeit setzt die MA31 auch "elektronische Ohren" ein, dabei wird das Geräusch im Umkreis von 300 Metern elektronisch aufgezeichnet und kann nachher ausgewertet werden.