Pflege-Schock im Bezirk Mödling (NÖ): Ein Patient beschuldigte seinen 24-Stunden-Pflegebetreuer, seine Rolex-Armbanduhr im Mai gestohlen zu haben – diese sei nämlich verschwunden.
Verdächtigt wurde der Pfleger (26) – er bestritt aber ein Dieb zu sein, entgegen einer "einschlägigen Vorstrafe aus dem Vorjahr" – "Kurier" berichtete.
"Er hat alle beschuldigt, dass sie etwas gestohlen haben", so der Pfleger laut "Kurier" über den Patienten – so auch zwei weitere Pfleger und die Leiterin der Agentur.
Im März sei der Pfleger ihm zugewiesen worden. "Ich habe in einem Zimmer im 1. Stock gewohnt, er im Erdgeschoß. Ich war aber fast die ganze Zeit bei ihm", soll er am Dienstag im Landesgericht Wiener Neustadt (NÖ) erklärt haben. Und weiter: "Er hat geraucht und ist im Rollstuhl gesessen und hat mich alle zwei Minuten für irgendetwas gebraucht."
Nur etwa zwei Monate nach Arbeitsbeginn wurde er von dem Patienten bei Dienstantritt weggeschickt – er habe den Rolex-Diebstahl gemeldet. "Er hat gesagt, ich bin ein schlechter Mensch und habe ihm etwas weggenommen", so der Pfleger laut "Kurier". Der Pfleger habe aber versichert, die Rolex nicht eingesteckt und auch nie gesehen zu haben.
Die Uhrensammlung soll der Patient laut dem Beschuldigten jedem Hausbesucher gezeigt haben, die Rolex sei aber nicht dabei gewesen. "Er hat erzählt, dass sie hinuntergefallen und das Glas zerbrochen ist. Darum war sie angeblich bei der Reparatur", so der Pfleger.
Der Pfleger wurde von dem Vorwurf des Diebstahles freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.