Cristiano Ronaldo ist mit Portugal bei der WM dramatisch an Spanien gescheitert. Nach dem bitteren Aus (Gegentor zum 0:1 in Minute 91) zog der 41-Jährige dennoch selbstbewusst Bilanz.
Mit Tränen auf dem Rasen verabschiedete sich Cristiano Ronaldo von seiner letzten Weltmeisterschaft. Portugals Superstar musste nach dem späten Achtelfinal-K.o. gegen Spanien den Traum vom WM-Titel endgültig begraben und stellte danach dennoch klar, wie er auf seine ungekrönte Beziehung mit dem Turnier zurückblickt.
In der Mixed Zone fand der fünffache Weltfußballer deutliche Worte. Ronaldo betonte, seine Generation habe den portugiesischen Fußball auf ein neues Niveau gehoben. "Ich habe mit Portugal drei Titel gewonnen. Vor Cristiano hatte Portugal noch nie einen großen Titel gewonnen", sagte der Angreifer. Den EM-Triumph 2016 stelle er dabei auf eine Stufe mit einem Weltmeistertitel.
Auch wenn die Enttäuschung über das Aus unübersehbar war, zeigte sich Ronaldo mit seiner eigenen Leistung im Reinen. "Ich werde morgen genauso aufwachen wie heute: mit gutem Gewissen. Ich habe alles gegeben", erklärte der Rekordtorschütze.
Wie es mit seiner Teamkarriere weitergeht, ließ der 41-Jährige offen. Zwar bestätigte er erneut, dass die WM 2026 seine letzte Weltmeisterschaft gewesen sei. Über einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft wolle er aber erst in Ruhe entscheiden. "Jetzt ist Zeit, mit meiner Familie zusammen zu sein. Ich werde keine Entscheidung in der Hitze des Gefechts treffen."
Zum Abschied blieb Ronaldo nur ein wehmütiges Fazit: "Ich bin traurig, so abzutreten. Aber ich habe immer mein Bestes gegeben. So ist der Fußball – manchmal gewinnt man, manchmal verliert man." Immerhin setzte er bei diesem Turnier noch einen historischen Meilenstein: Mit seinen zwei Treffern gegen Usbekistan wurde er zum ersten Spieler, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat.