2002 stieg Ronaldo Nazario in den Fußball-Olymp auf. Er besiegte mit Brasilien im WM-Finale Deutschland, stemmte den Pokal nach seinen acht Turniertoren sogar als Torschützenkönig.
Die Frisur der Legende ist bis heute Kult. Ronaldo hatte eine Stoppelglatze. Nur ein Haar-Dreieck über der Stirn ließ er bei der Rasur stehen.
Im Interview mit "Sports Illustrated" bezeichnet er seine Frisur heute selbst als "schrecklich". Der 44-Jährige lacht: "Ich entschuldige mich bei allen Müttern, deren Kinder danach den gleichen Haarschnitt bekommen haben."
Viele Kinder, vor allem in Brasilien, legten sich nach dem WM-Titel den eigenwilligen Dreiecks-Look zu.
Ronaldo verpasste sich die Frisur übrigens erst vor dem Halbfinale, in dem Brasilien die Türkei besiegte. Der ehemalige Top-Stürmer verrät, dass der Haarschnitt ein geschicktes Ablenkungsmanöver war.
Der Brasilianer hatte sich vor der Türkei-Partie eine Muskelverletzung zugezogen. Die Frisur sollte zum großen Gesprächsthema werden, von seiner Blessur ablenken. Ronaldo: "Die Journalisten haben meine Verletzung vergessen. Ich habe meine Teamkollegen gesehen und sie gefragt: 'Gefällt dir meine Frisur?' Und sie sagten: 'Nein, es ist schrecklich! Schneid das ab!' Egal. Denn die Journalisten sahen meine Frisur und vergaßen die Verletzung."