In Oslo steht alles im Zeichen des Abschieds: König Harald V. (†89) wird unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Für die Trauerfeier waren zahlreiche Royals und Politiker aus aller Welt angereist.
Unter den Gästen waren König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia, Kronprinzessin Victoria und Kronprinz Daniel, Prinzessin Sofia und Prinz Carl Philip aus Schweden, Kronprinz Christian aus Dänemark, die Königspaare Felipe VI. und Letizia von Spanien, König Frederik und Königin Mary von Dänemark, Willem-Alexander und Máxima aus den Niederlanden, Philippe und Mathilde aus Belgien sowie Abdullah II. und Rania aus Jordanien und Japans Kronprinz Akishino. Für Großbritannien kamen Prinz William und Prinzessin Anne statt König Charles III.
Auch Fürst Albert und Fürstin Charlène von Monaco, Prinzessin Madeleine von Schweden mit Christopher O’Neill, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus Deutschland und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj waren dabei. Selenskyj hatte am Vorabend Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre getroffen.
Kronprinzessin Victoria musste ihre Rückreise aus Indonesien wegen des Vulkanausbruchs des Anak Krakatau kurzfristig umplanen. Begleitet wird die Trauerfeier von der größten Polizeiaktion in der norwegischen Geschichte. Anders als bei König Olav V. von Norwegen 1991 tragen Königin Sonja von Norwegen und Prinzessin Märtha Louise diesmal keine langen Trauerschleier.
König Charles III. von Großbritannien blieb der Zeremonie fern und schickte William und Anne. Harald und Queen Elizabeth II. waren Cousins zweiten Grades; Charles hatte Harald nach dessen Tod als "lieben Cousin" und engen Freund bezeichnet. 2018 besuchten William und Kate das norwegische Königspaar. Ein Palastmitarbeiter sagte zu "BILD": "Ich persönlich glaube, der König muss sich aus gesundheitlichen Gründen noch schonen." Die USA waren durch Unterstaatssekretärin Allison Hooker vertreten, was nicht sonderlich gut ankam.
USA-Experte Hilma Mjelde sagte zu "Dagbladet": "Üblich wäre, jemanden von einer hohen politischen Ebene zu schicken, mindestens einen Minister." Mjelde weiter: "Hooker ist sowohl in der amerikanischen als auch in der internationalen Öffentlichkeit völlig unbekannt. Wir können das so interpretieren, dass die Vereinigten Staaten dies einfach nicht für ein wichtiges Ereignis halten."