Niederösterreich

Rückstau bei OP-Terminen – Neos vermissen Strategie

17 bzw. 14 Prozent weniger OP-Minuten wurden in den beiden vergangenen Pandemie-Jahren in Niederösterreich geleistet.
Erich Wessely
31.03.2022, 20:07

Die Spitäler in Niederösterreich sind laut den Neos am Anschlag. Aus einer Anfragebeantwortung von Landesvize Stephan Pernkopf (VP) geht hervor, dass in den beiden Jahren (2020, 2021) der Pandemie 17 bzw. 14 Prozent weniger OP-Minuten geleistet wurden - im Vergleich zu 2019.

Rückstau an Operationen

Wie dieser Rückstau an Operationen aber abgearbeitet werden soll, bleibe laut Neos offen. "Weder gibt es eine Strategie, wie der Rückstau an Operationen aufgelöst werden kann, noch werden offenbar Daten über diese Operationen erhoben. Beides wäre aber wichtig, um aus den Fehlern in der Krise zu lernen“, so Neos-Landessprecherin Indra Collini.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Seitens der Direktion Medizin und Pflege der NÖ LGA gab es die klare Empfehlung alle Akutoperationen sowie jene dringlichen Operationen durchzuführen, welche das Outcome der PatientInnen verändern würden. Die Durchführung lag im Ermessen der behandelnden ÄrzteIn. Alle Beteiligten sind um eine möglichst rasche Abarbeitung verschobener Operationen bemüht, wenngleich dies in Akutspitälern auf Grund von immanenten Akut- und Notfallinterventionen und den noch immer bestehenden Personalausfällen durch Corona nur schrittweise erfolgen kann", heißt es in der Anfragebeantwortung von Pernkopf.

"Regelmäßiger Austausch"

"Zwischen NÖGUS und NÖ LGA ist ein regelmäßiger Austausch zu medizinischen Themen etabliert, das Land NÖ kommt ihrer Aufsichtspflicht nach", wird betont.

Auf Unverständnis stoße seitens der Neos aber, dass die Verantwortung über verschobene OP-Termine an das Spitalspersonal abgeschoben werde. „Die Entscheidung, welche OP-Termine verschoben werden, liegt klarerweise bei den Ärztinnen und Ärzten. Allerdings stellt sich schon die Frage, wer den Rahmen und die entsprechenden Kriterien für ein planvolles Vorgehen festlegt. Derzeit zieht sich die Landespolitik hier geschickt aus der Affäre, anstatt das ohnedies schon schwer belastete Spitalspersonal zu unterstützen“, so Collini.