Nach missverständlichen Aussagen kursierten plötzlich Gerüchte, Erasure wolle sich auflösen und keine Konzerte mehr spielen. Nun gibt es Entwarnung – und die fällt deutlich aus.
Auslöser der Spekulationen war ein Interview mit Keyboarder Vince Clarke, der im Magazin The New Cue auf die Frage nach seiner mutigsten Entscheidung antwortete: "Mit dem Touren aufzuhören." Er erklärte, dass er zwar die Auftritte mit Sänger Andy Bell genossen habe, sich aber vorstellen könne, künftig nicht mehr auf der Bühne zu stehen. "Ich will nicht richtig alt sein und noch auf der Bühne stehen", so der 65-Jährige.
Diese Aussagen wurden von vielen Medien als mögliches Karriereende interpretiert – doch dem widerspricht die Band nun klar. In einem Facebook-Statement heißt es, man wolle "irreführende Berichte" richtigstellen: Clarke und Bell würden weiterhin als Erasure zusammenarbeiten und hätten keine Pläne, sich zu trennen.
Aktuell arbeite das Duo sogar an einem neuen Album im Studio. Zudem gebe es bereits Gespräche über mögliche Tourneen, um das kommende Projekt zu begleiten.
Damit folgt gewissermaßen ein Rücktritt vom Rücktritt – zumindest vorerst. Konkrete Details zum neuen Material oder zu möglichen Live-Auftritten wurden allerdings noch nicht genannt.
Erasure zählen seit den 1980er-Jahren zu den prägendsten Acts des Synthiepop. Gegründet wurde die Band 1985, nachdem Clarke zuvor unter anderem bei Depeche Mode und Yazoo aktiv war. Mit Hits wie "A Little Respect", "Sometimes" oder "Always" gelang dem Duo der internationale Durchbruch.
Über Jahrzehnte hinweg blieb die Band musikalisch aktiv und veröffentlichte regelmäßig erfolgreiche Alben. Auch ihr Engagement für die LGBTIQ+-Community ist ein zentraler Bestandteil ihrer Identität – unter anderem durch zahlreiche Auftritte bei Pride-Veranstaltungen. Das bislang letzte Studioalbum "Day-Glo (Based on a True Story)" erschien 2022.