Russen-Raketen in Polen eingeschlagen – mehrere Tote

Russland hat am Dienstag eine massive Angriffswelle auf die Ukraine gestartet.
Russland hat am Dienstag eine massive Angriffswelle auf die Ukraine gestartet.IHOR TKACHOV / AFP / picturedesk.com
Ersten Medienberichten zufolge sind im polnischen Grenzgebiet zur Ukraine zwei russische Raketen eingeschlagen. Zwei Menschen starben. 

Offenbar soll es sich bei den Raketen, die im 120-Einwohner-Dorf Przewodów nahe der ukrainischen Grenze explodierten und für Zerstörung sorgten, um verirrte Geschosse gehandelt haben. Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat den Ministerrat für nationale Sicherheit und Verteidigung einberufen. Einsatzkräfte sind vor Ort.

Das Weiße Haus kann – wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet – Informationen über russische Raketen, die auf Polen gefallen sind, vorerst "nicht bestätigen".

Der lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks twitterte hingegen am Dienstagabend: "Mein Beileid an unsere polnischen Waffenbrüder. Das kriminelle russische Regime hat Raketen abgefeuert, die nicht nur auf ukrainische Zivilisten abzielen, sondern auch auf NATO-Gebiet in Polen gelandet sind. Lettland steht voll und ganz an der Seite unserer polnischen Freunde und verurteilt dieses Verbrechen."

Eilen NATO-Verbündete nun zur Hilfe?

Nachdem es sich dabei um einen Angriff auf ein NATO-Land handelt, ist der Vorfall besonders heikel. In dem westlichen Verteidigungsbündnis gilt für solche Fälle eine Beistandspflicht. Bereits im März hatte US-Präsident Joe Biden Polen angesichts des russischen Angriffskriegs die Bündnistreue der NATO zugesichert. "Wir betrachten Artikel fünf als eine heilige Verpflichtung, und darauf können Sie sich verlassen". Ob diese aber tatsächlich nun zur Anwendung kommt, ist bislang offen.

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