Das blutige Massaker in einem Schwulen-Club in der US-Metropole Orlando hat weltweit für Bestürzung und Solidarität gesorgt. Auch in Moskau legten Menschen Blumen und Kondolenzbriefe vor der US-Botschaft nieder. Zwei Russen wurden allerdings für genau diese Mitleidsbekundung von der russischen Polizei festgenommen.
Das hat weltweit für Bestürzung und Solidarität gesorgt. Auch in Moskau legten Menschen Blumen und Kondolenzbriefe vor der US-Botschaft nieder. Zwei Russen wurden allerdings für genau diese Beileidsbekundung von der russischen Polizei festgenommen.
Weil zwei russische Männer ihre Trauer über die Opfer der Bluttat von Orlando bekunden wollten, wurden sie in Moskau festgenommen. Die beiden offen homosexuellen Männer wollten vor der US-Botschaft in der russischen Hauptstadt ein Plakat mit der Aufschrift "Love Wins" ("Liebe siegt") ablegen. Doch plötzlich wurden sie von Polizisten gepackt und abgeführt.
Die Begründung für die Festnahme: Die beiden Männer hätten eine "unangemeldete Kundgebung" abhalten wollen - obwohl sie nur zu zweit waren - und damit gegen russische Demosntrationsgesetze verstoßen. "Wir waren geschockt", schilderte einer der beiden Männer den Vorfall gegenüber Medienvertretern.
"Es war weder eine öffentliche Veranstaltung noch in irgend einer Weise politisch." Sie hatten lediglich ihre Bestürzung über die unmenschliche Bluttat Ausdruck verleihen wollen, wie viele andere auf.
Russland hat unter Präsident Wladimir Putin seine Demonstrationsgesetze verstärkt und hält weiterhin an seiner homophoben Gesetzgebung fest. Schwule und Lesben haben es in Russland wegen des Einflusses der erzkonservativen Orthodoxen Kirche äußerst schwer. Sogar ein Outing kann schon als "Schwulenpropaganda" ausgelegt und streng bestraft werden.