Russische Militärflieger sind laut Angaben aus Seoul in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion darauf hat die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitgeteilt hat. Der eigentliche südkoreanische Luftraum sei dabei aber nicht verletzt worden.
Die Luftverteidigungszone eines Landes ist größer als der Luftraum selber. In dieser Zone werden aus Gründen der militärischen Verteidigung alle durchfliegenden Flugzeuge genau überwacht.
Schon Ende Juni sind mehr als zehn chinesische und russische Militärflieger in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Auch damals hat Seoul Kampfjets aufsteigen lassen.
Russland und China gelten als traditionelle Verbündete von Nordkorea. Zwischen Südkorea und Nordkorea herrscht seit dem Ende des Koreakriegs 1953 offiziell immer noch Kriegszustand. Die Beziehungen zwischen Südkorea und Russland haben sich verschlechtert, seit Südkorea bei den Sanktionen gegen Russland wegen des Angriffskriegs in der Ukraine mitgemacht hat. Moskau hat seither die Zusammenarbeit mit Pjöngjang weiter verstärkt.