Wer folgt auf Franco Foda? Wer wird neuer österreichischer Fußball-Teamchef?
Ex-ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner, der vor etwas über einem Monat noch israelischer Teamchef war, bekundet Interesse am Job, sieht für sich selbst aber keine Chance auf den Posten.
"Als österreichischer Teamchef zu arbeiten ist eine große Ehre, aber ich werde wohl nicht gefragt werden", sagt der 59-Jährige in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag".
„"Die aktuelle Mannschaft ist eine tolle Herausforderung"“
"Die aktuelle Mannschaft hat ein Riesenpotenzial und es ist eine tolle Herausforderung. Bei meiner Vorgeschichte ist das aber wohl sehr unwahrscheinlich. Ich war 20 Jahre beim ÖFB und das Ende war etwas unrühmlich", blickt er auf seinen Abgang im Jahr 2017 zurück, als er gemeinsam mit Teamchef Marcel Koller seinen Hut ziehen musste.
Ruttensteiner fiel dem Willen der Landespräsidenten zum Opfer.
„"Ich war aber glaub ich einigen Personen zu kritisch"“
"Man muss sagen, dass es eine Entlassung war und ich war danach sehr gekränkt. Wir haben damals Großartiges entwickelt. Ich war aber glaub ich einigen Personen zu kritisch. Deshalb wird es da wohl keine Anfrage geben", stellt er fünf Jähre später klar.
Die Arbeit von Ex-Teamchef Franco Foda sieht Ruttensteiner durchaus positiv.
"Er hat eine gute Bilanz – vor allem in den ersten beiden Jahren. Das muss man als Teamchef erst einmal auf den Platz bringen. In der letzten WM-Qualifikation kann er mit dem vierten Gruppenplatz aber nicht zufrieden sein und auch nicht mit dem Ausscheiden im Play-off. Zwei Drittel seiner Zeit war die Arbeit hervorragend, mit Qualifikation und Playoff hat man die gesteckten Ziele aber klar nicht erreicht."