Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat einen historischen Höchststand erreicht. Um 14 Uhr hatten bereits 54,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
Das ist ein massiver Anstieg im Vergleich zu früheren Wahlen: Vor fünf Jahren lag die Beteiligung zum selben Zeitpunkt bei nur 27,1 Prozent, 2016 bei 35,4 Prozent.
Wie es bei N-TV heißt, ist der Andrang an den Urnen enorm. Landeswahlleiterin Christa Dieckmann sprach von einem reibungslosen Ablauf. Knapp 1,7 Millionen Bürger sind wahlberechtigt.
Die Wahl sorgt über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen: Die AfD liegt laut Umfragen mit rund 40 Prozent klar an der Spitze. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze folgt mit etwas über 20 Prozent.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund peilt 45 Prozent an, um ohne Koalitionspartner regieren zu können. Sollte er die absolute Mehrheit verfehlen, will er sich gar nicht erst zur Ministerpräsidentenwahl stellen.
Erste Zahlen wird es gegen 18 Uhr geben – dann schließen die Wahllokale und die ersten Ergebnisse der ARD-Nachwahlbefragungen werden veröffentlicht. Diese sind in der Regel schon sehr knapp am tatsächlichen Ergebnis dran.
Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextrem" eingestuft. Siegmund schließt jede Koalition mit anderen Parteien aus. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet.