Jutta N. ist verzweifelt: Die Sängerin erwartete dringend Geld, das sie für Privatstunden bekommen sollte. Doch statt des ersehnten Bar-Honorars von 200 Euro, bekam die Wahl-Wienerin nur einen aufgerissenen Brief zugestellt. "Das Kuvert kam leer bei mir an. Das heißt, ein Mitarbeiter der Post hat den Brief geöffnet und den Betrag herausgenommen", ist die Sopranistin sprachlos. "Bei einem eingeschriebenen Brief ist das schon ein starkes Stück!"
Die 52-Jährige wandte sich umgehend an die Post: "Es kamen nur Ausflüchte, sie hätten keine kriminellen Mitarbeiter in ihren Reihen. Ich fordere Schadensersatz." Jutta N. hat nun Anzeige erstattet. Da sie den Diebstahl jedoch nicht beweisen kann, hat sie kaum Chancen, ihren Lohn refundiert zu bekommen.
Auf "Heute"-Anfrage bedauert Post-Sprecher Markus Leitgeb den Vorfall und sagt: "Bis dato liegt uns keine Nachforschung zur Sendung vor. Der Absender möge bitte eine Nachforschung einleiten, das geht online oder in einer unserer Geschäftsstellen. Im Zuge dessen können wir die Umstände dieses Vorfalls – maschinelle Beschädigung o.ä. - näher eruieren."
Zudem betont die Post: "Ich möchte bei dieser Gelegenheit aber auch dringend daran erinnern, dass werthaltige Gegenstände wie bspw. Zahlungsmittel immer per Einschreiben mit entsprechender Wertangabe verschickt werden müssen. Nur dann ist auch eine entsprechende Haftung sichergestellt."
Jutta N. hofft, dass sie noch eine Chance hat, das Geld zu bekommen. Doch beim nächsten Mal will sie anders verrechnen.
"Der Absender wollte das Honorar in bar schicken", bedauert sie, nicht auf eine Überweisung bestanden zu haben.