Schöne Bescherung: Die berüchtigte Säure-Bande soll nach monatelanger Pause wieder in Wien aktiv sein. Mit Salpetersäure ätzen die Täter Türschlösser auf und schlagen gezielt dann zu, wenn Wohnungen leer stehen. Über die Feiertage kam es erneut zu Einbrüchen in Wien.
Ein aktueller Fall wurde Anfang Jänner in Wien-Hernals bekannt. Ein Mieter kehrte aus dem Urlaub zurück und stellte fest, dass das Schloss seiner Wohnungstür mit Säure zerstört worden war. Aus der Wohnung fehlten Wertgegenstände.
Die Säure-Bande ist in Wien seit 2022 bekannt. Immer wieder werden Wohnungen auf dieselbe Weise aufgebrochen, oft in Mehrparteienhäusern mit ähnlichem Baustil. Zurück bleiben stark beschädigte Türen, in vielen Fällen ist vom Schloss nur noch ein Loch übrig. Die Täter gehen dabei rasch und nahezu lautlos vor.
Besonders Zeiten, in denen kaum jemand zu Hause ist werden schamlos für Einbrüche ausgenutzt. Ferien, verlängerte Wochenenden und Feiertage gelten als typische Tatphasen. Auch diesmal schlugen die Täter über Weihnachten und den Jahreswechsel zu.
Die Säure-Bande agiert international und ist Ermittlern seit Jahren bekannt. Festnahmen gab es bislang keine. Laut einem Bericht der "Krone" gehen Ermittler davon aus, dass die Täter regelmäßig aus dem Ausland anreisen. Die Polizei ermittelt weiter.