Politik

Sagt doch endlich Zaun zum Zaun

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:47

"Ich kann den humanitären Mehrwert eines Sperrcontainers gegenüber einem Sperrzaun nicht erkennen, aber wenn es sicherheitstechnisch möglich ist, auf das Wort Zaun zu verzichten, dann soll es mir recht sein."

"Ich kann den humanitären Mehrwert eines Sperrcontainers gegenüber einem Sperrzaun nicht erkennen, aber wenn es sicherheitstechnisch möglich ist, auf das Wort Zaun zu verzichten, dann soll es mir recht sein."

Mikl-Leitner, gestern. Titel der Aussendung: Zaun oder nicht Zaun. Etwas Hamlet also. Die Frage ist hier: Soll man eher lachen oder weinen? In Zeiten wie diesen, in denen sich Satiriker schwertun, weil ihnen die Realität zuweilen die besten Gags stiehlt.

Das Zaun-Solo der VP-Innenministerin sorgt für Verstörung. In der eigenen Partei, die nichts wusste und in der nun viele fuchsteufelswild sind. Beim Partner SPÖ, der sich übergangen fühlt und jetzt EU-Feuerwehr spielen muss. Bei Menschen im Land, die nun zwangsorbanisiert werden.

Natürlich, Grenzen, löchrig wie Emmentaler, sind Käse. Aber einen Streit um Grenz-Befestigungen vom Zaun zu brechen, ohne zu wissen, wie diese aussehen (und heißen) sollen, ist strategischer Quargel.

In Wahrheit hat Österreichs Regierung ja ohnehin nur mehr eine Option: Angela Merkel jeden Tag einen Geschenkkorb zu schicken, damit sie ihre Grenze nicht einzäunt.

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