Laut den Analyseergebnissen eines internationalen Forscherteams haften an den aus der Sahara nach Europa verblasenen Staubteilchen nämlich nicht nur einzelne Organismen, sondern gleich ganze Gemeinschaften von Mikroorganismen. Diese sind besonders resistent und können zum Teil in völlig unterschiedlichen Lebensräumen überleben.
Die Forscher sind zu dieser Erkenntnis gekommen, als sie den Sahara-Staub analysierten, der im Schnee der Dolomiten abgelagert wurde.
Erhöhtes Gesundheitsrisiko
Zwar seien die Mikroorganismen vor allem in den Sommermonaten kaum ein Problem, da der Regen die Lebewesen so stark verdünnt, dass sie keinen Schaden mehr anrichten können. Gefahr besteht aber dann, wenn der Staub in den Alpen auf Schnee und Eis niedergeht. Denn durch die fortschreitende Eis- und Schneeschmelze erreichen diese Gemeinschaften eine kritische Masse und können sogar heimische Arten verdrängen.
Es könnten sich dabei auch Krankheitserreger etablieren, was zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko für Mensch, Tier und Umwelt führen kann.
(wil)