Als ehemalige Profi-Skirennläuferin ist Chemmy Alcott einiges gewohnt. Dieser Sprung ging allerdings selbst für die vierfache Olympiateilnehmerin ordentlich daneben.
Während eines Familienurlaubs am französischen Lac d’Annecy wagte die heutige BBC-Moderatorin von einer rund fünf Meter hohen Plattform einen Vorwärtssalto ins Wasser. Die Rotation passte nicht – Alcott schlug mit voller Wucht auf der Wasseroberfläche auf.
"Ein schlecht getimter Vorwärtssalto. Eine sehr harte Landung. Eine kollabierte Lunge", fasst sie den Unfall später auf Instagram zusammen. Dazu kamen eine Thoraxdrainage und gleich mehrere Nächte im Krankenhaus.
Absurd: Zunächst wusste Alcott überhaupt nicht, wie schwer sie verletzt war. Statt sich untersuchen zu lassen, kletterte sie direkt wieder auf die Plattform.
Der Grund? Ihr war der misslungene Salto schlicht peinlich. Sie habe deshalb sofort noch einmal springen wollen, um "keine große Sache daraus zu machen". Erst danach bemerkte die 44-Jährige, dass sie weiterhin nicht richtig atmen konnte.
Im Krankenhaus folgte schließlich die Diagnose: Pneumothorax – also eine kollabierte Lunge. Eine Drainage musste gelegt werden.
Alcott nimmt ihren spektakulären Fehlversuch mittlerweile mit erstaunlich viel Humor. Sie spricht von einer "sehr teuren Lektion in Rotation" und scherzt über ihren Urlaubsort: Annecy habe sie geliebt – sie sei sich nur nicht sicher, ob Annecy sie ebenfalls geliebt habe.
Die Britin weiß eigentlich bestens, wie schnell Sport gefährlich werden kann. Alcott nahm an vier Olympischen Winterspielen teil und beendete 2014 ihre aktive Ski-Karriere. Heute arbeitet sie unter anderem als Wintersport-Expertin für die BBC.
Für den nächsten Urlaub dürfte eine Lektion jedenfalls hängen geblieben sein: Nach einem missglückten Fünf-Meter-Salto muss man nicht unbedingt beweisen, dass es beim zweiten Versuch besser geht.