Rennen bis niemand mehr kann

Verletzt! Kim Gottwald muss bei eigenem Lauf zuschauen

Im Vorjahr lief Kim Gottwald bei seinem eigenen "Last Soul Ultra" unglaubliche 450 Kilometer. Heuer schaut er nur zu.
Heute Entertainment
14.08.2026, 14:51
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6,706 Kilometer. Jede Stunde. Immer wieder. Und das so lange, bis nur noch ein Läufer übrig ist. Am Freitag startet die zweite Ausgabe des "Last Soul Ultra" – eines Extrem-Laufs, der im vergangenen Jahr im Netz für enorme Aufmerksamkeit sorgte. Ausgerechnet einer wird diesmal aber nicht mitlaufen: Veranstalter und Titelverteidiger Kim Gottwald (23).

Der deutsche YouTuber und Ultraläufer muss verletzungsbedingt passen. Der Grund liegt Monate zurück. Bei einem Backyard-Ultra in Texas zog sich Gottwald ein Ödem sowie eine Haarfraktur im Mittelfuß zu. Seither darf er den betroffenen Fuß nicht stark belasten. Andernfalls droht aus der Haarfraktur ein richtiger Bruch.

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Gottwald selbst hatte seinen Fans bereits Ende Juli die bittere Nachricht überbracht: "Ich laufe dieses Jahr nicht beim Last Soul Ultra mit", erklärte er auf Instagram. Die Verletzung beschäftigt den Extremsportler demnach bereits seit Monaten.

Im Vorjahr lief er rund 450 Kilometer

Besonders bitter: Gottwald war im vergangenen Jahr selbst einer der Stars des Events. Gemeinsam mit Ello Elosrouti lieferte er sich einen tagelangen Kampf. Am Ende standen 67 Runden und rund 450 Kilometer auf der Uhr. Gottwald blieb als "letzte Seele" übrig und gewann damit sein eigenes Event.

Das Prinzip des sogenannten Backyard-Ultra klingt dabei fast harmlos: Die Teilnehmer müssen zu jeder vollen Stunde eine 6,706 Kilometer lange Runde beginnen und innerhalb von 60 Minuten beenden. Wer schneller ist, darf die restliche Zeit essen, schlafen oder sich erholen. Dann beginnt alles wieder von vorne.

Eine klassische Ziellinie gibt es nicht. Ausgeschieden ist, wer nicht rechtzeitig zur nächsten Runde antreten kann. Gelaufen wird, bis nur noch eine Person übrig ist.

Weltelite läuft bei YouTuber-Event

Obwohl Gottwald diesmal nur abseits der Strecke mitfiebern kann, soll die zweite Ausgabe größer werden als die Premiere. Unter anderem ist der frühere Backyard-Weltrekordhalter Harvey Lewis aus den USA dabei, der bereits 108 Runden geschafft hat. Auch Deutschlands Rekordhalter Hendrik Boury mit 100 Runden tritt an.

Gottwald erwartet entsprechend großes Interesse. In einem aktuellen Interview erklärte er, dass er sich wundern würde, wenn der Livestream diesmal nicht sogar eine sechsstellige Zuschauerzahl erreicht. Für die Produktion investiert der 23-Jährige nach eigenen Angaben einen sechsstelligen Betrag.

Selbst laufen darf der Mann hinter dem Extrem-Spektakel diesmal allerdings nicht. Statt um den nächsten Kilometer-Rekord zu kämpfen, muss Gottwald nun zusehen, wie andere versuchen, ihn bei seinem eigenen Rennen zu beerben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.08.2026, 14:51