Salzburg sah gegen Sturm wie der sichere Sieger und neue Tabellenführer aus – ehe in Minute 93 der Ausgleich zum 1:1 fiel. Ein Nackenschlag für die "Bullen", die nach 30 Runden nun zwei Punkte hinter den Grazern liegen. Noch schlimmer: Der LASK kann am Montag mit einem Erfolg über Rapid davonziehen.
"Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand", trauerte "Bullen"-Coach Daniel Beichler dem vergebenen Sieg nach. "Wenn sie (der LASK, Anm.) unentschieden spielen, sind wir wieder dabei. Mich nervt es einfach, dass wir zu viel nach links und rechts schauen müssen, statt heute unsere drei Punkte mitzunehmen."
Auch Salzburg-Torschütze Yorbe Vertessen war bedient. "Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Aber zwei Runden haben wir noch. Wir müssen unsere beste Leistung zeigen und hoffentlich geht sich das noch aus."
Routinier Stefan Lainer: "Es ist mir im Moment zwar nicht wurscht, aber wir müssen uns jetzt erst einmal wieder aufrappeln nach diesem Nackenschlag."
Aber auch bei Sturm wollte trotz Tabellenführung nicht richtig Stimmung aufkommen. "Wir werden am Montagabend sehen, wie viel dieser Punkt gegen Salzburg wirklich wert war. Vielleicht werden wir es auch erst in zwei Wochen sehen, am 17. Mai, wie viel dieser Punkt wert war. Fakt ist, wir haben uns jetzt wieder an die Tabellenspitze gekämpft. Da wollten wir hin, so wollten wir heimfahren. Das haben wir geschafft. Und jetzt müssen wir natürlich alle Kräfte mobilisieren", analysierte Trainer Fabio Ingolitsch.