Salzburg könnte schon bald einen der teuersten Einkäufe seiner Vereinsgeschichte präsentieren: Die Bullen machen im Werben um Torino-Flügel Alieu Njie offenbar ernst. Für den 21-jährigen Schweden soll bereits ein Angebot über zwölf Millionen Euro abgegeben worden sein.
Sollte der Deal tatsächlich für zwölf Millionen Euro über die Bühne gehen, würde Njie in die Riege der teuersten Salzburg-Zugänge aufsteigen. Zuvor sollen die Mozartstädter bereits zehn Millionen Euro plus zwei Millionen an möglichen Bonuszahlungen geboten haben.
Das berichtet Transferexperte Gianluca Di Marzio. Zusätzlich soll sich Torino eine Beteiligung an einem späteren Weiterverkauf sichern. Laut dem italienischen Journalisten Nicolo Schira geht es dabei um satte 25 Prozent.
Mit dem Spieler selbst dürfte bereits alles geklärt sein. Demnach hat sich Salzburg mit dem schwedischen U21-Teamspieler auf einen langfristigen Vertrag bis 2031 verständigt.
Die entscheidende Hürde bleibt Torino. Der Serie-A-Klub soll für Njie deutlich mehr verlangen. Demnach wollen die Italiener zwischen 16 und 18 Millionen Euro. Die Verhandlungen zwischen den Vereinen laufen daher weiter.
Und Salzburg hat Konkurrenz: Auch Premier-League-Klub Crystal Palace soll den schnellen Flügelspieler auf dem Zettel haben und könnte noch in den Transfer-Poker einsteigen.
Njie war zuletzt nicht der einzige Torino-Profi, mit dem Salzburg in Verbindung gebracht wurde. Auch Mittelfeldspieler Gvidas Gineitis galt als Kandidat. Dieses Interesse soll mittlerweile allerdings etwas abgekühlt sein. Der Fokus liegt offenbar klar auf dem Schweden.
Njie besitzt in Turin noch einen Vertrag bis 2029. Für den italienischen Klub absolvierte er bislang 35 Pflichtspiele, erzielte zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Für Schwedens U21-Auswahl kam er sechsmal zum Einsatz.
Beim 1:0-Pokalsieg Torinos gegen Carrarese am Samstag fehlte Njie aufgrund einer Muskelermüdung. Ob sein nächster Einsatz überhaupt noch im Torino-Trikot erfolgt, ist offen. Klar ist: Kommen die Italiener Salzburg bei der Ablöse entgegen, könnte der 21-Jährige zu einem der teuersten Einkäufe der "Bullen"-Geschichte werden.