Mit 74 Jahren

Salzburg trauert: Künstler Max Blaeulich  verstorben

Der Salzburger Autor und Künstler Max Blaeulich ist mit 74 Jahren verstorben. Österreich verliert eine prägende Stimme der Kunst- und Literaturszene.
Heute Entertainment
12.08.2026, 10:19
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Der Salzburger Autor, Verleger, Antiquar und Künstler Max Blaeulich ist tot. Er starb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Salzburg. Sein Freund, der Schriftsteller Karl-Markus Gauß, bestätigte seinen Tod gegenüber der APA.

Blaeulich war einer, der sich nie so recht in eine einzige Schublade stecken ließ – und vermutlich auch gar nicht hineinwollte. Er schrieb Romane, Erzählungen, Dramolette und Gedichte, malte, schuf Objekte und Performances und kümmerte sich als Verleger mit besonderer Leidenschaft um Literatur abseits des Rampenlichts.

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In Salzburg betrieb er das Antiquariat Weinek und den Kleinverlag Tartin. Dort holte er immer wieder vergessene oder im deutschen Sprachraum kaum bekannte Autorinnen und Autoren zurück ins literarische Gedächtnis.

Studiert hatte Blaeulich Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Salzburg, später gehörte er der Redaktion der Zeitschrift Literatur und Kritik an. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen die Romane Kilimandscharo zweimeteracht (2005), Gatterbauerzwei oder Europa überleben (2006) und Stackler oder die Maschinerie der Nacht (2008).

Auch als bildender Künstler hinterließ Blaeulich in Salzburg seine Spuren. Seine Arbeiten waren unter anderem im Rupertinum und in der Stadtgalerie zu sehen, zuletzt 2024 im Zwerglgartenpavillon.

Karl-Markus Gauß erinnert an seinen Freund als außergewöhnliche Figur der österreichischen Kunstszene – als Sprachkünstler, Maler, Performance-Künstler und Verleger zugleich. Was Blaeulichs Arbeiten besonders ausmachte, fasste Gauß in einem Satz zusammen: Witz und Verzweiflung lagen darin oft erstaunlich nah beieinander.

Mit Max Blaeulich verliert Salzburg einen Künstler, der Literatur und Kunst nicht nur gemacht, sondern gelebt hat – eigenwillig, vielseitig und mit einem besonderen Blick für all das, was andere gerne übersehen.

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