Am Sonntag, 5. Mai ist es soweit: Die Wahlen in Salzburg finden statt. Insgesamt sind 400.000 Wahlberechtigte aufgefordert den Landtag neu zu wählen. Der Salzburger VP-Chef Wilfried Haslauer hat am Freitag noch einmal an die Wähler appelliert, seiner Partei am Sonntag das Vertrauen zu schenken. Doch auch die anderen Parteien rühren ihre Wahltrommeln.
Am Sonntag, 5. Mai ist es soweit: Die Wahlen in Salzburg finden statt. Insgesamt sind 400.000 Wahlberechtigte aufgefordert den Landtag neu zu wählen. Der Salzburger VP-Chef Wilfried Haslauer hat noch einmal an die Wähler appelliert, seiner Partei am Sonntag das Vertrauen zu schenken. Doch auch die anderen Parteien rühren ihre Wahltrommeln.
Am Sonntag, 5. Mai sind etwa 400.000 Personen berechtigt den Landtag zu wählen. Bei den letzten Wahlen im Jahr 2009 lagen SPÖ und ÖVP knapp beieinander.
Für die Landtagswahl haben die Gemeinden insgesamt 28.369 Wahlkarten ausgestellt. Das waren um 7167 Wahlkarten mehr als bei der Landtagswahl 2009.
Appell an Wähler
"Jetzt ist nicht die Zeit für Experimente, jetzt müssen die Besten ans Ruder", sagte Haslauer. Der derzeitige Landeshauptmannstellvertreter will im Fall eines Wahlsieges noch im Mai eine Regierung aufstellen. Erster Ansprechpartner wäre demnach die zweitstärkste Partei.
Reden will Haslauer zwar mit allen Parteien, eine Dreierkoalition will er aber nur bilden, wenn eine Zweierkoalition rechnerisch nicht möglich wäre. Für den VP-Chef steht am Sonntag eine "dramatisch wichtige Wahl" am Programm, es gelte einen "finanziellen Scherbenhaufen" aufzuarbeiten. Haslauer betonte mit einem Seitenhieb auf SP-Spitzenkandidatin Gabi Burgstaller, mit seinem Team volle fünf Jahre bleiben zu wollen: "Wir stehen nicht nur für die Hälfte oder zwei Jahre zur Verfügung."
Sparpolitik angekündigt
Der seitens der ÖVP als Finanzlandesrat vorgesehene Salzburger ÖAAB-Chef Christian Stöckl kündigte für die kommende Legislaturperiode eine Sparpolitik an: "Im Grunde genommen wird in den nächsten Jahren nichts da sein, zur Verteilung." Dass die ÖVP nach Auffliegen des Finanzskandals nach 15 Jahren gemeinsamer Regierung die Koalition mit der SPÖ aufkündigte, verteidigte Stöckl, denn damit habe man für einen kurzen Wahlkampf gesorgt.
Nichts hält Haslauer vom "Salzburg Programm" der SPÖ, für das Landeshauptfrau Burgstaller auch Ideen der anderen Parteien übernommen hat. "Man sieht, da ist keine Gestaltungskraft mehr da und keine eigenen Ideen", meinte der VP-Chef.
In Sachen Wahlkampfkosten betonte VP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer, neuerlich unter der Grenze von einer Million Euro geblieben zu sein. Darin enthalten ist laut Mayer auch ein Großteil der Ausgaben des Personenkomitees "Wir für Wilfried Haslauer", weil die Partei dessen Homepage und Inserate finanziert habe. Insgesamt wurden im Wahlkampf laut Haslauer 70.000 Hausbesuche absolviert, davon 20.000 in der Landeshauptstadt.
Auch Stronach geht in Endphase
Frank Stronach hat am Freitagnachmittag die Wahlkampftrommel mit "seinen" Kandidaten für die Salzburger Landtagswahl am 5. Mai im Einkaufszentrum Europark gerührt. Das Salzburger Wahlkampfmotto "Mit Salzburg spekuliert man nicht" bildete dann einen Schwerpunkt bei der Abschlussveranstaltung am Abend vor rund 250 Zuhörern im Salzburg Congress in der Innenstadt. Während der Parteigründer Witze erzählte und mit müder Stimme Auszüge aus seinem Parteiprogramm darbot, attackierte der Salzburger Spitzenkandidat Hans Mayr vor allem die SPÖ, ÖVP und die FPÖ.