Die Neuzugänge der Mozartstädter können sich bisher durchaus sehen lassen. Mit Kevin Boma kommt ein Innenverteidiger-Toptalent für sieben Millionen Euro aus Portugal, Offensivmann Bartosz Mazurek aus Polen, der für sechs Millionen Euro von Jagiellonia Bialystok geholt wurde, wird eine große Zukunft vorausgesagt. Dazu kommen der 18-jährige Serbe Filip Matijasevic, der Schweizer Routinier Dominik Schmid (28), sowie das venezolanische Talent Yerwin Sulbaran (18).
Und mit der Verpflichtung von Ex-Austria-Stürmer Haris Tabakovic für fünf Millionen Euro ist den Bullen ein großer Wurf gelungen. Der Bosnier hat seine Torgefahr bisher bereits unter Beweis gestellt. Außerdem kommt mit Abubakr Barry für drei Millionen Euro ein Leistungsträger der Wiener Austria.
Auf der Abgangsseite stehen freilich lukrative Deals. Joane Gadou wurde für 19,5 Millionen Euro an Borussia Dortmund abgegeben, Jannik Schuster für 18 Millionen Euro an Brentford, Kapitän Mads Bidstrup für 10,5 Millionen Euro an Olympique Lyon. Kerim Alajbegovic per Rückkauf-Klausel von acht Millionen Euro an Bayer Leverkusen und Fehleinkauf Bobby Clark immerhin für acht Millionen Euro an Derby County. Und der bisherige Einser-Tormann Alexander Schlager an Werder Bremen. Und das etwas überraschend ablösefrei, obwohl der Kontrakt des 30-Jährigen noch eine Saison lang gelaufen wäre.
Der Hintergrund: Top-Talent Christian Zawieschitzky soll jedenfalls die neue Nummer eins bei den Bullen werden und sollte ohnehin als Stammtormann in diese Saison starten. Bemerkenswert: Die Bullen hätten Österreichs WM-Einser degradiert, wollen Zawieschitzky, der vor einem Jahr bereits bei der Klub-WM in den USA aufgezeigt hatte, die Chance geben.
Dafür sucht Salzburg nun eine verlässliche und routinierte Nummer zwei. Und scheint wieder bei einem Liga-Konkurrenten fündig geworden zu sein: beim SCR Altach. Demnach soll Salzburgs neuer Sport-Boss Marcus Mann Keeper Dejan Stojanovic ganz oben auf der Zugangsliste haben, berichten zumindest die "Salzburger Nachrichten". Der 32-Jährige sei demnach eine verlässliche Nummer zwei hinter Top-Talent Zawieschitzky. Der Stojanovic-Vertrag läuft noch bis 2029. So würde eine Ablöse fällig werden. Diese schrecke die Bullen aber nicht ab.