Salzburger Protestzug trägt jetzt Sarg nach Wien

Ein Unternehmer und ein angehender Coach wollen mit ihrem "Trauermarsch" von Salzburg nach Wien gegen die aus ihrer Sicht mangelnde Hilfe in der Coronakrise demonstrieren.
Am heutigen 1. Mai startete ein ungewöhnlicher Protestzug vom Schloss Mirabell in der Stadt Salzburg in Richtung Wien. Hotelier Dominik Schilcher und Mitstreiter Erik Schnaitl wollen bis kommenden Donnerstag den gesamten Weg bis zum Bundeskanzleramt am Ballhausplatz zu Fuß zurücklegen. Immer mit dabei: ein schwarzer Sarg als Symbol der Perspektivenlosigkeit im Angesicht des weltweiten Corona-Shutdowns. Zusätzlich könne unterwegs jeder Bürger schriftlich seine Sorgen, Wunsche und Anregungen an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) deponieren.

"Wir können nicht einfach dasitzen und zusehen, wie die Krise uns in den wirtschaftlichen Ruin treibt", schildert Mitinitiator Schilcher, der ein Hotel und Restaurant am Autobahngrenzübergang Walserberg betreibt, gegenüber dem ORF. "Der Corona-Shutdown war sicher in Ordnung. Aber die von der Regierung angebotene Hilfe wird von vielen kleinen und mittleren Unternehmen, der Kunst- und Kulturszene, großen Teilen der Gastronomie und anderen Branchen als unpassend, bürokratisch und zu langsam wahrgenommen."

Zum Mitmachen eingeladen



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Mitstreiter Schnaitl möchte den vielen Bürgern mit dieser Aktion eine Stimme geben: "Wir wollen Leuten die Möglichkeit geben, zu Wort zu kommen, die in den vergangenen Wochen nicht zu Wort gekommen sind." Er selbst wünsche sich ein bedingungsloses Grundeinkommen in Form einer nur in Österreich geltenden Sonderwährung.

Rund 50 Kilometer wollen diese jeden Tag zurücklegen. Jeder der wolle, sei herzlich eingeladen, die beiden Aktivisten einen Teil ihres Weges zu begleiten – allerdings nur unter Einhalten der gültigen Bestimmungen von StVO und den Corona-Verordnungen.

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