Sturm auf Europa

60.000 Migranten – Wut-Mob empfängt Sánchez in Ceuta

Nach dem massiven Grenzübertritt in Ceuta spricht Spaniens Regierungschef von einem "Angriff auf die territoriale Integrität" des Landes.
Newsdesk Heute
31.07.2026, 15:58
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Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat den Ansturm von zehntausenden Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika scharf verurteilt und als "Angriff" auf das spanische Staatsgebiet bezeichnet. "Ich würde das, was geschehen ist, als einen Angriff, eine Verletzung der territorialen Integrität Spaniens bezeichnen", sagte Sánchez am Freitag bei seinem Besuch in der Exklave.

"Die spanische Regierung steht an der Seite der Stadt Ceuta", stellte er klar. Die lokale Bevölkerung will davon offenbar nichts wissen. Videos zeigen einen wütenden Mob, der den Ministerpräsidenten mit lauten Buh-Rufen und "H****sohn"-Sprechchören in Empfang nimmt.

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Laut Sánchez ist der plötzliche Ansturm auf Ceuta auf Gerüchte zurückzuführen, die von der Schleusermafia nach einem aktuellen Urteil in Spanien zur Einwanderung verbreitet worden sind. "Aus unseren Gesprächen mit den marokkanischen Behörden geht hervor, dass die Schleusermafia ein für sie vorteilhaftes Verständnis eines Urteils des Obersten Gerichtshofs verbreitet hat", erklärte er. Diese Auslegung habe sich "in den letzten Stunden wie ein Lauffeuer verbreitet".

Insgesamt 60.000 Menschen

Konkret bezieht sich Sánchez auf ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs vom Anfang dieses Monats. Demnach gilt die sofortige Rückführung von Migranten, die die Grenze illegal überqueren, nicht für jene, die über den Seeweg kommen.

Nach Angaben der Behörden in Ceuta haben in den vergangenen Tagen rund 60.000 Migranten die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta überquert. Insgesamt sind bisher 18 Migranten ums Leben gekommen. Es ist die größte Zahl an Migranten, die seit 2021 nach Ceuta gekommen sind.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.07.2026, 15:58