Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy vermutet hinter dem Angriff auf eine jüdische Schule in Toulouse" mit vier Toten einen antisemitischen Täter. Er verhängte am Montagabend die höchste Terror-Alarmstufe für die Region.
mit vier Toten einen antisemitischen Täter. Er verhängte am Montagabend die höchste Terror-Alarmstufe für die Region.
Nach Angaben von Sarkozy handelt es sich beim Täter um denselben, der in den Tagen zuvor zwei Anschläge auf Soldaten verübt hatte. "Jedes Mal, wenn dieser Mann in Aktion tritt, handelt er, um zu töten. Er lässt seinen Opfern keine Chance", betonte der Präsident am Montagabend in Paris. Ein antisemitisches Motiv sei wahrscheinlich, der Mann sei gefährlich und müsse schnellstens gefasst werden.
Nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts verhängte er am Abend die höchste Terror-Alarmstufe für die Region. Alle jüdischen und muslimischen Einrichtungen werden nun besonders gesichert. "Diese schreckliche Tat kann nicht ungesühnt bleiben. Alle, wirklich alle verfügbaren Mittel werden eingesetzt werden, um diesen Kriminellen daran zu hindern, weiter Schaden anzurichten."
Sarkozy ordnete Schweigeminute an
Für Dienstag ordnete Sarkozy eine Schweigeminute in allen Schulen des Landes an. Am Tatort sprach das Staatsoberhaupt von einer "nationalen Tragödie". Auch der sozialistische Präsidentschaftskandidat Francois Hollande wollte noch am Montag nach Toulouse fahren, wie Parteisprecher Benoit Hamon mitteilte. Die Sozialisten unterbrachen ihren Wahlkampf, "um der Opfer zu gedenken".
Ein Unbekannter hatte am Morgen vor der Schule vier Menschen getötet, darunter einen Religionslehrer und seine beiden Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Sarkozy sicherte zu, dass alles getan werde, um den Mörder schnell zu fassen. Frankreich hat mit mehr als 500.000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in Westeuropa.
Angst vor Terror
Die Schule war nicht das erste Ziel des unbekannten Schützen: Nach zwei weiteren mörderischen Anschlägen mit insgesamt sieben Toten geht in Toulouse die Angst um.
Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt, Pierre Cohen, verwies im französischen TV auf die Kaltblütigkeit des Täters bei den Anschlägen in Toulouse und dem 50 Kilometer entfernten Montauban. "Wir sind extrem beunruhigt", sagte er. Es gelte, den Täter schleunigst dingfest zu machen. Derartige Anschläge auf Schulen habe es in Frankreich bisher nicht gegeben. "Das ist der Horror", sagte Cohen, der von einer "großen Traurigkeit" sprach. Die französische Justiz ermittelt nun wegen des Verdachts auf Terrorismus.
Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy vermutet hinter dem Angriff auf eine jüdische Schule in Toulouse mit vier Toten einen antisemitischen Täter.