Alarm bei Rapid und Sturm

"Sauer auf die Mannschaft – müssen alles hinterfragen"

Rapid und Sturm scheitern mit ihren neuen Trainern im Cup. Beide Niederlagen sind für die Fans alarmierend. Wie die Coaches reagieren.
Sport Heute
02.02.2026, 07:50
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Neue Trainer, alte Probleme: Beide neuen, unverbrauchten, starken Männer an der Seitenlinie starteten bei den österreichischen Top-Klubs gleich im ersten Pflichtspiel mit einer großen Hypothek.

Johannes Hoff-Thorup sollte bei Rapid nach der Entlassung von Peter Stöger und dem Intermezzo mit Interimscoach Stefan Kulovits Aufbruchstimmung verbreiten. In der Vorbereitung soll ihm das laut Angaben von Kapitän Matthias Seidl gelungen sein. Im ÖFB-Cup-Viertelfinale war davon nichts zu sehen. Bei Aufsteiger Ried gab es eine saftige 0:3-Watschn. Mangelnde Zweikampf-Intensität und Kreativität im Angriff – die Themen blieben die gleichen wie im Herbst. Und der erste Titel seit 2008 ist mit dem Wegfall des Cups bereits in weite Ferne gerückt.

Thorup mag erst ein Pflichtspiel im Amt sein. Dieses 0:3 wirkt aber lange nach und könnte im Laufe des Frühjahrs noch teuer zu stehen kommen. Seine Reaktion nach dem Spiel? "Ich habe den Spielern gesagt: ,Merkt euch das, im April, im Mai werden wir so viel stärker sein.' Ich verteidige die Spieler, denn die kämpfen jeden Tag, um das noch herumzureißen."

Nicht viel besser sieht es beim amtierenden Meister Sturm Graz aus. Die "Blackys" schieden am Sonntag zwar knapper aus – aber auch die Grazer kassierten einen Wirkungstreffer. Allen voran Neo-Coach Fabio Ingolitsch. Denn: Er wurde ausgerechnet vom Ex-Klub Altach eliminiert. Im ersten nationalen Pflichtspiel (zuvor 0:3 bei Feyenoord und ein 1:0-Sieg gegen Brann zum Abschluss der Europa-League-Ligaphase) bei Sturm setzte es ein 1:3 nach Verlängerung. Sein neuer Abwehrchef Paul Koller, den Ingolitsch aus Altach nachgeholt hatte, sagte nach der Pleite gegen die "Ex": "Unser Vorsatz und unser Anspruch ist es, hier weiterzukommen. Jeder muss sich hinterfragen, ob er 100 Prozent gebracht hat. Wir waren in den Zweikämpfen nicht da."

Alarmierend sind auch die Worte von Ingolitsch selbst: "Ich kann es nicht nachvollziehen, aber ich bin sauer auf die Mannschaft über die Art und Weise, wie sie aufgetreten ist. Jetzt müssen wir alles hinterfragen – auch welche Spieler die richtigen für uns sind." Beim Meister wird bereits alles hinterfragt. Nach drei Spielen.

Und Thorup bei Rapid? "Ich erwarte, dass das Team besser auftritt als in Ried. Ich weiß, dass sie es können", sagt er vor dem Liga-Frühjahrsstart gegen Hartberg deutlich optimistischer als sein Kollege aus Graz. Über aufkeimende Unruhe im eigenen Klub sagt der 36-Jährige: "Wir müssen die Situation, in der wir als Klub stecken, akzeptieren. Dazu gehört auch, nicht zu viel Druck aufzubauen."

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