Polizei ermittelt jetzt in der Wohnung der Killerin

Nach dem "Heute.at"-Bericht hat die Wiener Polizei die Ermittlungen in der Wohnung der Tatverdächtigen Szilvia P. in Wien-Ottakring aufgenommen.

Das Verbrechen soll sich schon am 24.2. in Wien zugetragen haben, die mutmaßliche Killerin legte vergangene Woche ein ausführliches Geständnis bei der ungarischen Polizei ab. Der Schauplatz der Bluttat in Wien-Ottakring war den heimischen Behörden bekannt, wird aber erst seit heute Vormittag (!) von einer Tatortgruppe der Mordgruppe unter die Lupe genommen. Grund: Ungarische Fahnder wollten unbedingt dabei sein, sind bislang aber nicht in Wien eingetroffen.

Nach der "Heute"-Meldung, dass die Wohnung seit Anfang dieser Woche bereits wieder neu vermietet ist, konnte unsere Polizei nicht mehr länger warten und startete heute mit der Spurensicherung. Ein "Heute"-Lokalaugenschein zeigte: Die Ermittler konzetrieren sich auf das Stiegenhaus, da in der Wohnung, die besenrein von der Tatverdächtigen übergeben worden war, natürlich nicht mehr viele Spuren zu erwarten sind.

Wie berichtet, ging Szilvia P. am 2. März seelenruhig zu ihrem Vermieter – da war ihr Freund, ein Arztsohn aus Tunesien, schon sechs Tage lang tot. Der schildert im "Heute"-Gespräch: "Sie wirkte völlig aufgelöst, sagte, dass ihr Freund verhaftet wurde und sie jetzt kein Geld mehr habe." Dann forderte die 27-Jährige die Kaution zurück. "Das konnte ich natürlich nicht machen, ich habe ja ihrem Freund die Wohnung für 650 Euro monatlich vermietet. Irgendwann war sie dann einfach weg und hat bis auf den Kühlschrank alle Möbel da gelassen."

Spuren einer Bluttat hat er im Zinshaus unweit des Gürtels nicht entdeckt: "Alles war fein säuberlich geputzt, ich habe nur die Schlösser auswechseln lassen und die Garçonnière Anfang dieser Woche bereits neu vergeben." Auch der Nachmieter weiß nichts von der Bluttat, die Szilvia P. gestanden hat. Wie berichtet, soll Szilvia P. ihren Freund Jonas M.* am 24. Februar erstochen, zerstückelt und in einem Koffer nach Ungarn geschafft haben. Dort soll sie ihn mit zehn Litern Säure übergossen und die Leichenteile in Müllsäcken versteckt haben – es gilt die Unschuldsvermutung.

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(coi/adu)

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