Reza Pahlavi, der Sohn des letzten iranischen Schahs, ist bei seinem Berlin-Besuch Opfer einer Attacke geworden. Als er die Bundespressekonferenz verlassen hatte, wurde er plötzlich mit roter Flüssigkeit bespritzt.
Der 65-Jährige wurde an der Schulter und am Nacken von der Sauce getroffen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Angreifer noch vor Ort fest.
Wie Spiegel.de berichtet, hatte Pahlavi zuvor in der Bundespressekonferenz deutliche Worte gefunden. Die Waffenruhe zwischen den USA und Teheran sehe er kritisch. Stattdessen rief er zum Sturz des iranischen Regimes auf.
Der Exil-Kronprinz zeigte sich enttäuscht, dass während seines Berlin-Besuchs kein einziges Treffen mit deutschen Regierungsmitgliedern geplant sei. Das bezeichnete er als "Schande".
Reza Pahlavi ist der Sohn von Mohammad Reza Schah, dem letzten iranischen Kaiser, der 1979 nach Massenprotesten gestürzt wurde. Seither lebt Pahlavi im Exil in den USA und versucht sich als Führungsfigur für einen demokratischen Iran zu positionieren.
Rund um das Berliner Regierungsviertel kam es zu mehreren Demonstrationen – sowohl von Gegnern Pahlavis als auch von Unterstützern.