Nur Minuten trennten ihn offenbar vom Tod. Beim massiven Angriff auf den Mullah-Palast soll Irans neuer Oberster Führer Modschtaba Chamenei nur knapp überlebt haben.
Ein Bericht zeichnet laut BILD nun nach, wie dramatisch die Situation tatsächlich war: Kurz bevor Raketen seine Residenz trafen, verließ der 56-Jährige das Gebäude. Er sei nach draußen gegangen, "um etwas zu erledigen", als die Angriffe begannen.
Ein durchgesickerter Audio-Mitschnitt, der laut Angaben überprüft wurde, legt nahe, dass Chamenei selbst Ziel der Attacke war. Die Raketen schlugen demnach am 28. Februar um 9.32 Uhr Ortszeit ein. Bei dem Angriff kamen sein Vater sowie weitere Mitglieder der Führung ums Leben.
Chamenei selbst wurde laut dem Mitschnitt am Bein verletzt. Seine Frau und sein Sohn sollen hingegen sofort getötet worden sein, sein Schwager kam ebenfalls ums Leben, berichtet die deutsche Boulevardzeitung.
Seit dem Angriff gibt es kein öffentliches Lebenszeichen des neuen Oberhaupts. Eine Botschaft an die Bevölkerung wurde lediglich schriftlich verbreitet und im staatlichen Fernsehen verlesen. Das nährte Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.
Wie heftig die Detonationen gewesen sein sollen, schildert ein Insiderbericht aus dem Umfeld der Führung. Demnach traf eine Rakete auch die Wohnung seines Schwagers.
"Die Rakete war so mächtig, dass sie nach unten drang, wo sich Herr Misbah befand, und in Herrn Misbahs Zimmer einschlug", heißt es im Bericht, über den die BILD berichtet. "Die Raketen schlugen so ein, dass sein Kopf in zwei Hälften geteilt wurde."
Auch hochrangige Militärs wurden offenbar gezielt angegriffen. Einer der wichtigsten Vertrauten der Führung, Mohammad Shirazi, soll ebenfalls ums Leben gekommen sein. "Er wurde in Stücke gerissen – sie konnten nichts von ihm finden, und am Ende fanden sie ein paar Kilo Fleisch und identifizierten es als seinen Körper", heißt es in dem Bericht.