Paris Saint-Germain fertigte am Dienstagabend RB Leipzig im Halbfinale der Champions League mit 3:0 ab. Anstatt ausgelassener Stimmung herrschte auf der Trainerbank der Pariser unmittelbar nach Spielende dicke Luft.
PSG-Coach Thomas Tuchel humpelte - er hatte sich einen Mittelfußknochen gebrochen und Bänder gerissen - wutentbrannt zu einem Betreuer des Gegners und schnauzte diesen lauthals an. Seine Spieler Eric Maxim Choupo-Moting und Thilo Kehrer standen peinlich berührt daneben.
Die TV-Kameras und Mikrofone fingen die Situation ein. "Das ist eine Schande, dass du es nicht zugibst", war deutlich zu hören. Was Tuchel damit meinte? Das wollte er auf der anschließenden Pressekonferenz nicht verraten. "Das kläre ich nicht auf. Es geht so nicht. Ich habe ihm meine Meinung gesagt. Und dabei bleibt es."
Seine darauffolgenden Aussagen ließen aber durchblicken, was den Konflikt ausgelöst hatte. "Das war ganz okay zwischen zwei Cheftrainern", beschrieb Tuchel seine Schrei-Duelle mit Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann. Die beiden hatten sich während des Matches Wortgefechte über die vermeintlich zu harte Gangart der Bullen geliefert. Tuchel: "Da hat sich ein Dritter eingemischt. Das hat nicht gepasst."
Der Dritte: Leipzigs Athletiktrainer Daniel Behlau. Dieser hatte sich bei den oben genannten Disputen zwischen den beiden Cheftrainern eingemischt, Paris-Star Neymar und dessen Kollegen Schwalben unterstellt.