Scharfe Kritik für Kurz' "hetzerische" Asylpolitik

Die Aussagen von Kanzler Kurz in Sachen Flüchtlingspolitik werden von Italien strikt abgelehnt. Via Facebook beschwert sich Außenminister Della Vedova.
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ließ in einem Gespräch mit der deutschen "Bild"-Zeitung aufhorchen. Er erklärte, dass EU-Mitgliedsstaaten seiner Meinung nach selbst entscheiden sollten, ob und wie viele Flüchtlinge sie aufnehmen wollen.

Der italienische Staatssekretär Benedetto Della Vedova kritisiert diese Aussage scharf. Sie würde eine gemeinsame europäische Migrationspolitik verhindern.

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Auf seiner Facebook-Seite schreibt der italienische Politiker: "Als Außenminister hat Kurz gefordert, Flüchtlinge auf Lampedusa sitzen zu lassen. Er hat mit der Panzer-Entsendung am Brenner gedroht. Er hat Angst geschürt und jetzt will er die Migrationslinie bestimmen. Dies mithilfe einiger Länder, die beträchtliche EU-Beiträge erhalten." Della Vedova spielt damit auf die Unterstützung einiger osteuropäischer Staaten an und bezeichnet Kurz' Asylpolitik als hetzerisch.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. In dem Interview mit der ausländischen Presse forderte Kurz ein Ende der EU-Quoten, die sinnlos seien. "Denn die Migranten, die sich auf den Weg nach Europa machen, wollen nicht nach Bulgarien oder Ungarn. Sie wollen vor allem nach Deutschland, Österreich oder Schweden", so der Neo-Kanzler.

(ek)

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