Scharfe Polster-Kritik: "Alaba ist unser Problemfall"

Toni Polster kritisiert ÖFB-Star David Alaba scharf.
Toni Polster kritisiert ÖFB-Star David Alaba scharf.Gepa
Nach der peinlichen 0:1-Pleite gegen Schottland hält auch Ikone Toni Polster mit seiner Kritik am ÖFB-Team nicht hinterm Berg. 

Dabei hat sich Österreichs Rekord-Torschütze auf Kapitän und Superstar David Alaba eingeschossen. Vom Real-Madrid-Neuzugang war sowohl bei der 2:5-Pleite in Israel, als auch am Dienstagabend im Ernst-Happel-Stadion wenig gekommen. Sowohl fußballerisch, als auch in seiner Funktion als Führungsspieler. 

Alaba als "Problemfall"

"Alaba ist unser Problemfall", erklärte Polster gegenüber "Sport1". "Er bemüht sich, versucht alles, aber es gibt bei ihm eine zu große Diskrepanz zwischen seinen Leistungen im Klub und bei der Nationalmannschaft. Das war auch schon so, als er noch bei Bayern spielte und zieht sich wie ein roter Faden durch Alabas Karriere", kritisierte der ÖFB-Rekordtorschütze weiter. 

Der Grund dafür ist laut Polster eindeutig auszumachen: die Position des 29-Jährigen. "Es liegt daran, dass er in der Nationalmannschaft nie auf der Position spielen konnte, die er im Verein bekleidet. Auf der Position, die er einnimmt, muss er auch mit dem Rücken zum Tor spielen können. Und das kann er nicht. Alaba ist dann gut, wenn er das Spiel vor sich hat", führte der Coach der Wiener Viktoria weiter aus. 

Es sei auch möglich, dass "der Rucksack, den man ihm umhängt, zu groß und zu schwer" sei. "In der Innenverteidigung haben wir Martin Hinteregger und Aleksandar Dragovic, Alaba muss deshalb woanders spielen. Und das macht er wirklich nicht gut", so Polster weiter. 

"Jetzt müssen Resultate her"

Dass Teamchef Foda vorerst bleiben darf, zumindest die Oktober-Länderspiele noch verantworten wird, findet Polster jedenfalls legitim. "Alles auf den Trainer abzuladen ist ungerecht. Die Spieler müssen sich an die eigene Nase fassen. Ich bin gegen einen Schnellschuss, aber jetzt müssen Resultate her", forderte der 57-Jährige. 

Und kritisierte auch den Teamchef. "Viele Spieler, die mal bei Red Bull Salzburg waren, spielen jetzt in ihren Vereinen dieses System. Diese Spieler lässt Foda nicht von der Leine. Irgendwo ist die Luft raus mit Foda", meinte Polster zu einer möglichen Ablöse des Teamchefs. Allerdings stellte auch der 57-Jährige klar: "Es ist eine Frage der Alternativen." Polster hat aber bereits einen klaren Wunschkandidaten als möglichen Nachfolger: "Peter Stöger. Er hat bei jedem Klub Erfolg gehabt." 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
David AlabaÖFBÖFB-TeamToni Polster

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen