Politik

Schärfere Kontrollen: Schlepper erwischt, enorme Staus

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:26

Am Sonntagabend haben verschärfte Kontrollen an Österreichs Ostgrenzen begonnen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die Flüchtlingstragödie mit 71 Toten in einem Kühltransporter auf der A4 bei Parndorf, außerdem erwartet die burgenländische Exekutive gut 7.000 Neuankömmlinge. Auf der ungarischen Seite gibt es kilometerlange Staus, bis Mittag wurden fünf Schlepper und 200 Flüchtlinge aufgegriffen.

Am Sonntagabend haben verschärfte Kontrollen an Österreichs Ostgrenzen begonnen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die in einem Kühltransporter auf der A4 bei Parndorf, außerdem erwartet die burgenländische Exekutive gut 7.000 Neuankömmlinge. Auf der ungarischen Seite gibt es kilometerlange Staus, bis Mittag wurden fünf Schlepper und 200 Flüchtlinge aufgegriffen.

Die ersten der unbefristeten Schwerpunktkontrollen sind am Sonntag um 20.00 Uhr angelaufen. Die Beamten halten verdächtige Fahrzeuge wie Kastenwagen an und kontrollieren sie auf Schlepper und Flüchtlinge. Die Einsatzorte liegen im Burgenland und in Niederösterreich, auf der A4, der B9, rund um die Raststation Nickelsdorf, auf den Ausweichrouten sowie in Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf. Diese grenznahen Hotspots sind mit den ungarischen, slowakischen und bayrischen Behörden abgesprochen. der Exekutive.

Bis zu Mittag wurden fünf Schlepper und 200 Flüchtlinge aufgegriffen.

Verkehrsbehinderungen als Folge

ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hatte angekündigt, dass die Aktionen zu Verkehrsbehinderungen führen können. Und so war es:

Bei Nickelsdorf-Hegyeshalom maß der Stau gegen Mittag 30 Kilometer,
bei Klingenbach-Sopron waren es sechs Kilometer,
bei Deutschkreutz-Kophaza vier Kilometer.

Hunderte kommen per Zug

Hunderte Flüchtlinge sind bereits in Budapest in Züge nach Österreich und Deutschland eingestiegen. Die Ungarn haben ihre Polizisten von den Bahnhöfen abgezogen. Die Syrer werden nicht länger an ihrer Weiterreise gehindert, davor haben sie tagelang ausgeharrt. Die ÖBB sind informiert. Ob sie die Garnituren übernehmen oder wegen Überfüllung an der Grenze stoppen, ist noch offen.

Heereseinsatz umstritten

Mikl-Leitners Parteikollege, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner hatte erst am Samstag erklärt, er halte zusätzliche .

Gut 7.000 Flüchtlinge am Weg

Die burgenländische Polizei erwartet in den kommenden Tagen bis zu 7.000 Flüchtlinge von Ungarn her kommend. Die Menschen, die großteils aus Syrien stammen sollen, sind von Mazedonien über Serbien und Ungarn unterwegs. Grund für diesen Ansturm ist die mittlerweile abgeschlossene Errichtung des Grenzzauns zwischen Ungarn und Serbien. Die Flüchtlinge wollten noch vor der Fertigstellung Europa erreichen.

FPÖ für Zaun um Österreich

Apropos Zaun: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache fordert in den "Oberösterreichischen Nachrichten" einen Grenzzaun um Österreich, "damit die illegale Schleppermafia ihrem mörderischen Geschäft nicht nachgehen kann". Allerdings würde ein derartiger Zaun logischerweise innerhalb der EU stehen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen