Schauer und Gewitter! Düstere Prognose für Österreich

Ein Gewitter zieht nach Wien.
Ein Gewitter zieht nach Wien.apa/picturdesk.com (Symbolbild)
Das unbeständige und kühle Wetter setzt sich auch kommende Woche fort, stabiles Frühsommerwetter ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Wie schon der April war auch der Mai bislang kühler als im langjährigen Mittel. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale ist keine nennenswerte Änderung in Sicht, so sorgt rege Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa bis auf Weiteres für vergleichsweise kühles und unbeständiges Wetter in Österreich. Der Frühling wird damit die erste zu kühle Jahreszeit seit 8 Jahren.

Das Frühjahr 2021 war im Flächenmittel bislang knapp 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010. „Die aktuellen Wettermodelle deuten bis auf Weiteres auf eine kühle Westströmung in Mitteleuropa“, analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. "Damit wird das Frühjahr 2021 die erste zu kühle Jahreszeit seit 8 Jahren". Einzelne Monate sind zwar jedes Jahr etwas kälter als im Mittel, für eine ganze Jahreszeit muss man aber bis zum Frühjahr 2013 zurückblicken. "Im Vergleich zum klimatologischen Mittel von 1961 bis 1990 war das Frühjahr heuer allerdings durchschnittlich temperiert".

Stabiler Jetstream

Der Jetstream ist ein polarumlaufendes Starkwindband in etwa 10 km Höhe und markiert die Grenze zwischen kalter Luftmassen im Norden und warmer Luft im Süden. Dieses Westwindband verläuft aber nicht geradlinig über die Nordhalbkugel, sondern bildet großräumige Wellen, die sich je nach Anzahl unterschiedlich schnell ostwärts verlagern. Derzeit ist es recht stabil und weist vier großräumige Wellen auf, die sich kaum verlagern. "In Europa liegt der Jetstream derzeit südlicher als üblich und sorgt für kühle Wetterbedingungen", analysiert Spatzierer. Ganz anders sieht es dagegen beispielsweise in Russland aus: Hier liegt der Jetstream nördlicher als üblich und ermöglicht teils sommerliche Temperaturen selbst in arktischen Breiten.

Schauer und Gewitter

Am Montag regnet es anfangs im äußersten Süden und Osten verbreitet. Tagsüber klingt der Regen ab und vor allem in Osttirol und Oberkärnten kommt die Sonne zum Vorschein. An der Alpennordseite bleibt es hingegen unbeständig mit teils gewittrigen Regenschauern. Mit diesen frischt zudem kräftiger Westwind auf, vereinzelt muss man mit stürmischen Böen rechnen. Die Temperaturen erreichen von Nordwest nach Südost 11 bis 19 Grad. Auch der Dienstaggestaltet sich an der Alpennordseite sehr unbeständig mit Schauern und Gewittern, die Schneefallgrenze sinkt im äußersten Westen in der Früh auf 1400 m ab. Im östlichen Flachland lockert der kräftige Westwind die Wolken immer wieder auf und so kommt hier zeitweise auch die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen ändern sich kaum mit maximal 11 bis 20 Grad.

Kaum Änderungen in Sicht

Am Mittwoch bleibt es unbeständig und kühl. Vor allem im Westen und Norden ziehen einige, teils gewittrige Schauer durch. Im Süden und Südosten scheint dagegen bei nur geringer Schauerneigung und teils lebhaftem West- bis Nordwestwind zeitweise die Sonne. Mit 10 bis 19 Grad bleibt es zu kühl für die Jahreszeit. Der Donnerstag bringt im Süden und Westen eine vorübergehende Wetterbesserung. Vom Tiroler Unterland bis nach Niederösterreich überwiegen dagegen weiterhin die Wolken und ein paar Schauer oder Gewitter ziehen durch. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 20 Grad. "Nach derzeitigem Stand setzt sich das tiefdruckdominierte Wetter auch am langen Wochenende fort, der Regenschirm bleibt also weiterhin unser treuer Begleiter", so der Experte.

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