Die Oberösterreicher waren vor 9.500 Fans in der Raiffeisen Arena klar das offensiv stärkere Team. Am Ende stand aber ein 0:0. Weil Hartberg tief stand und robust das eigene Tor verteidigte, selbst keinen einzigen Abschluss auf das Tor der Linzer brachte. Die Stahlstädter wiederum schossen zwar 28 Mal auf das Gehäuse der Gäste, meist aber zu ungefährlich – nur drei Schüsse kamen auf das Tor der Oststeirer.
Am Ende stand ein torloses Remis, mit dem Kühbauer nur mäßig leben konnte. "Uns war bewusst, dass die Hartberger beim Fußballspielen nichts beitragen wollen. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht die Ideen. Danach war es Einbahnstraßenfußball, da hat uns ein bisschen das nötige Glück gefehlt", analysierte Kühbauer nüchtern bei "Sky". "Die eine Mannschaft wollte das Spiel unbedingt gewinnen, die andere Mannschaft wollte kein Tor kriegen, aber auch keines erzielen. Deshalb sind sie die Sieger des Spiels – ironisch gesehen", ergänzte Kühbauer seine Kritik an der Spielweise der Gäste. "Wir haben das Tor verpasst, aber bis zur letzten Minute versucht, das Tor zu erzielen", lobte der LASK-Trainer.
Trotzdem übte der LASK-Trainer auch Kritik an den Hartbergern, gab Referee Alain Sadikovski einen Ratschlag mit auf den Weg. "Sie haben gegen Ende des Spiels dann viel Theatralik ins Spiel kommen lassen. Da muss ich sagen: Der Schiedsrichter Sadikovski sollte mehr auf Schauspielereien schauen. In diesem Sport hat Schauspielerei nichts verloren", meinte der LASK-Trainer, prangerte damit eine destruktive Spielweise der Hartberger an.
"Gerade im oberen Play-off geht es um etwas. Da würde ich appellieren, dass die Schiedsrichter ein bisschen mehr Gespür haben und nicht bei jeder Kleinigkeit abpfeifen", verlangte der Trainer. Auch andere Teams würden sich aber an Hartberg die Zähne ausbeißen, prognostizierte Kühbauer.