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Schlaftabletten? Spott von Ikone für Bayern-Goalie

Yann Sommer sah bei Bayerns 1:1 gegen Hoffenheim nicht gut aus. Von Experten kassiert der Bayern-Goalie Spott, wird aber auch verteidigt.
Heute Redaktion
17.04.2023, 07:05
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55 Minuten lang deutete wenig am Samstagnachmittag auf einen Bayern-Ausrutscher hin. Der Bundesliga-Leader führte dank eines Treffers von Pavard (17. Minute) zu Hause mit 1:0 gegen Hoffenheim, Goalie Yann Sommer war komplett beschäftigungslos.

Doch dann ging bei den Münchnern plötzlich gar nichts mehr. Die Folge war der Gegentreffer in der 71. Minute durch Hoffenheims Andrej Kramaric. Sommer war am Freistoß des Stürmers zwar noch dran, konnte das 1:1 aber nicht verhindern. Nun mehren sich die kritischen Stimmen gegen den Bayern-Keeper.

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Die ehemalige deutsche Nationalspielerin und heutige Sky-Expertin Julia Simic meinte etwa, dass der 34-Jährige beim Gegentor "unglücklich" ausgesehen habe. Didi Hamann, ebenso Experte bei Sky, war anderer Meinung. Während er unter der Woche den Goalie noch scharf kritisierte und ihn mit den Worten "heillos überfordert" attackierte, nahm er ihn nun in Schutz.

Angesprochen auf die Diskussionen um Sommers Größe, stellte er klar: "Sommer ist so klein, wie er auch vor zehn Jahren war. Dennoch ist er seit jeher ein hervorragender Torhüter." Das stehe außer Frage. "Und heute nehme ich ihn in Schutz", so Hamann. "Wenn es bei dir gut läuft, dann springt der Ball an den Pfosten, dann hältst du ihn." Einen solchen Lauf habe Sommer aber derzeit nicht. "Ich denke, er hatte Angst vor dem Pfosten, Angst davor, dass er mit dem Kopf in den Pfosten kracht."

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Vor der Partie gegen Hoffenheim hatten die Bayern-Goalie-Legenden Jean-Marie Pfaff und Sepp Maier Sommer heftig kritisiert. "Ich habe ihn gegen Manchester City nicht wiedererkannt", sagte beispielsweise Pfaff gegenüber der "TZ" und dem "Münchner Merkur". "Ich weiß nicht, hat er Schlaftabletten genommen?" Auch Maier hielt sich nicht zurück und meinte zynisch: "Es ist nicht seine Schuld, dass ihn die Torhüterexperten zu den Bayern geholt haben." Sommer sei ein guter Goalie, ein überragender sei er nicht.

Und Thomas Tuchel? Der Bayern-Coach war nach dem 1:1 gegen Hoffenheim sauer. "Das müssen wir erst mal verarbeiten. Das ist auf jeden Fall ein großer Rückschritt von der Leistung und von der Überzeugung", sagte der Münchner Trainer. "Wir hatten zu wenig Tempo, zu wenig Tempowechsel, waren zu fehlerhaft. Wir haben keine Sicherheit reinbekommen. Wir haben angefangen, nachlässig zu verteidigen. Dann den Freistoß reinbekommen." Auf dem Platz sei sein Team alles schuldig geblieben.

Nur weil Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 3:3 kassiert hatte, behielten die Münchner in der Tabelle ihren 2-Punkte-Vorsprung vor dem BVB. "Wir haben genug eigene Baustellen, haben genug zu klären. Es interessiert mich nicht, was auf anderen Plätzen passiert", sagte Tuchel. "Wir müssen bei uns schauen, selbstkritisch sein."