Nach Ceuta-Ansturm

Schlepper bringen Migranten auf Jetskis nach Europa

Nach dem Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta sind noch immer zahlreiche Migranten vor Ort. Schlepper wittern ein neues Geschäft.
Newsdesk Heute
04.08.2026, 18:20
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Zehntausende Migranten stürmten die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko – die Bilder davon gingen um die Welt. Tage später dürfte die Lage noch immer nicht ganz unter Kontrolle sein. Zwar wurden zahlreiche Flüchtlinge bereits wieder nach Marokko gebracht, doch das Land weigert sich, Menschen aus anderen afrikanischen Ländern aufzunehmen.

Wie die "Bild" unter Berufung auf Behörden vor Ort berichtet, würden sich daher noch 5.000 Migranten in Ceuta aufhalten. Die Aufnahmezentren in der Hafenstadt seien ausgelastet, so nächtigen die Flüchtlinge auf den Straßen oder am Strand.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Schleuser wittern Geschäft

Viele ziehen umher und suchen nach Essen und Wasser. Dabei käme es auch zu Streitigkeiten unter den Migranten. Zudem sollen nun Schleuser ein neues Geschäftsmodell anbieten. Der Polizei zufolge würden sie den Flüchtlingen Jetski-Fahrten aufs spanische Festland anbieten. Eine neue Fluchtroute über die Straße von Gibraltar könnte somit entstehen.

Des Weiteren seien in den sozialen Netzwerken Videos aufgetaucht, in denen einige Migranten von früheren Straftaten in Europa sprechen und mit ihren Haftstrafen prahlen. Laut den spanischen Behörden seien dies aber lediglich Einzelfälle und würden nicht für die Mehrheit der Flüchtlinge stehen.

Kinder und Jugendliche in Gefahr

Besonders dramatisch: Manche Minderjährige kamen ohne ihre Eltern nach Ceuta. Ihre Versorgungslage ist kritisch. Dennoch wollen sie nicht zurück. So auch ein Bub, der in Tränen ausbrach, als er von seiner bevorstehenden Abschiebung erfuhr. Er blieb in der Obhut des Spanischen Roten Kreuzes.

Auch für junge Frauen, die sich auf die Flucht begeben haben, soll die Situation prekär sein. Eine 16-Jährige habe sich an Einwohner gewandt, diese wiederum an die Behörden. Der Grund: Die Jugendliche sei von anderen Flüchtlingen sexuell missbraucht worden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.08.2026, 18:20