Politik

Schluss für "-Innen": Komitee verteidigt Plan

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:41

Das "Komitee zur Regelung des Schriftverkehrs" hat seinen Entwurf für eine Norm zu geschlechtergerechter Sprache verteidigt. "Die Sprache dient der klaglosen Verständigung und nicht der Durchsetzung zweifelhafter politischer Ziele", sagt die Komitee-Chefin Walburg Ernst in der "Wiener Zeitung". Gleichbehandlung müsse auf faktischer Ebene stattfinden.

Das "Komitee zur Regelung des Schriftverkehrs" hat seinen Entwurf für eine Norm zu geschlechtergerechter Sprache verteidigt. "Die Sprache dient der klaglosen Verständigung und nicht der Durchsetzung zweifelhafter politischer Ziele", sagt die Komitee-Chefin Walburg Ernst in der "Wiener Zeitung". Gleichbehandlung müsse auf faktischer Ebene stattfinden.

Nachdem das Komitee den Vorschlag zur Abschaffung des Binnen-I vorgelegt hatte, war ausgebrochen.

"Das weiß jedes Kind"

"Großbuchstaben gibt es nur am Wortanfang oder bei durchgehender Schreibweise in Blockbuchstaben, das weiß schon jedes Volksschulkind", so Ernst. Der Entwurf war u.a. wegen des Rates, das Binnen-I wegzulassen, in die politische Schusslinie gekommen.

Sprachlich oder faktisch

Die Trainerin und Fachbuchautorin stellt sich außerdem die Frage: "Welcher Frau hat das Binnen-I zu einem besseren Job oder zu mehr Bezahlung verholfen?" Sprachliche Gleichberechtigung und faktische Gleichberechtigung seien "verschiedene Paar Schuhe".

Das Normungsinstitut hat sich von den Aussagen der Komitee-Chefin distanziert. Dabei handle es sich um "persönliche Aussagen", hieß es von Seiten der Austrian Standards. Man wird sich die heikle Materie noch einmal ansehen.

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