Fussball

Schmidt: "Wir müssen uns von der Watschen erholen"

Vier Klubs zittern am letzten Spieltag vor dem Abstieg - die Punkteteilung macht es möglich. Am Liga-System wird Kritik laut.
Erich Elsigan
15.05.2022, 13:06

Der Abstiegskampf in der österreichischen Bundesliga entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Gleich vier (!) Vereine müssen zittern. Altach hat die schlechtesten Karten, liegt mit 19 Zählern am Tabellenende. Die Admira, Hartberg und Ried folgen mit je 21 Punkten.

Am Freitag kommt es zu den Duellen Hartberg gegen Ried, Altach gegen WSG Tirol sowie LASK gegen Admira.

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Die Nerven liegen bei einigen bereits blank. "Es wird keine leichte Woche für uns, weil die Stimmung down ist. Jetzt müssen wir Tacheles reden, damit wir die Fehler ansprechen. Jetzt müssen die Jungs den Kopf hochheben. Es ist keine leichte Situation", sagt Admira-Trainer Andreas Herzog bei "Sky".

In Ried ärgert man sich über die Punkteteilung. "Vom jetzigen System profitiert man einmal, einmal ist man der Leidtragende. Aber in Summe ist es eine Katastrophe für den österreichischen Fußball", kritisierte Coach Christian Heinle. "Wenn ein Verein einen guten Herbst spielt, kann der Klub planen, ein System ausarbeiten, junge Spieler einsetzen. In der Qualigruppe ist fast jedes Spiel ein Endspiel." Klub-Boss Roland Daxl: "Seit dem neuen Ligamodus ist vieles möglich. Man wollte Spannung erzeugen. Die Punkteteilung wurde nur wegen Red Bull Salzburg gemacht, um wieder einmal einen anderen Meister sehen zu können. Ob die Punkteteilung in der Qualifikationsgruppe das richtige Mittel ist, sei dahingestellt. Da werden wir darüber diskutieren müssen."

Hartberg muss wegen einer 2:4-Pleite gegen die WSG Tirol plötzlich wieder zittern. "Wir waren uns um die Situation im Abstiegskampf nicht ganz bewusst", erklärt Trainer Klaus Schmidt. "Wir müssen gewinnen, das sind Fakten. Wir müssen schauen, dass wir uns bis Freitag von der Watschen erholen. Jetzt heißt es Köpfe aufrichten und zu den Stärken zurückzufinden. Dann gibt es ein 'do-or-die-Match'. Das hat sich keiner gewünscht, aber das ist die Qualifikationsgruppe. Das ist das echte Leben und da sind wir mittendrin statt nur dabei."

In Altach brennt man auf das "Finale" gegen die WSG Tirol. Mit einem Sieg sind die Vorarlberger gerettet. "Wir haben unsere Zukunft und unser Schicksal in der eigenen Hand. Aber es ist noch ein großer Schritt zu machen", sagt Coach Ludovic Magnin.

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