'Schnitzel-50er' sorgt für Einbruchserie in Briefkästen

Noch immer werden Postkästen, gewaltsam aufgebrochen, nach den Gutscheinen durchsucht.
Noch immer werden Postkästen, gewaltsam aufgebrochen, nach den Gutscheinen durchsucht.Leserreporter
Seit Dienstag flattern die "Schnitzel-50er"-Gutscheine in die Wiener Postkästen. Doch Diebe brechen jetzt Briefkästen auf und stehlen sie.

Wie "Heute" berichtete, kam es bereits am Mittwoch zu mehreren aufgebrochenen Postkästen in Wien. Grund dafür ist der Gratis-Gastro-Gutschein der Stadt Wien. 

Auch am Donnerstag ging die Einbruchserie in die Briefkästen weiter. "Am Morgen musste ich im Stiegenhaus feststellen, dass in der Nacht viele Postkästen aufgebrochen wurden", schreibt ein "Heute"-Leser über den Anblick, der sich ihm in der Früh zeigte. "Noch am Weg in die Arbeit habe ich die Polizei angerufen."

Bei Diebstahl melden

Eine offizielle Bestätigung für das gewaltsame Öffnen mancher Briefkästen gibt es bis jetzt nicht. Für den Fall, dass jemandem der Gutschein gestohlen wird, hat die Stadt Wien jedenfalls einen Hinweis:

Betroffene können einen Diebstahl per Kontaktformular auf https://wienergastrogutschein.at/ melden.
Der gestohlene Gutschein wird gesperrt und ein neuer zugeschickt. "Auffälligkeiten beim Einlösen der Gutscheine können der Polizei helfen, die Diebe auszuforschen", so Nikolai Moser, Sprecher der Stadt Wien, gegenüber "Heute".

Der Wiener Gastro-Gutschein ist ein Dank an alle WienerInnen, die sich so diszipliniert während der Corona-Zeit verhalten haben. Er soll dazu dienen, die Wiener WirtInnen zu unterstützen, die während des Corona-Lockdowns große Einnahmensverluste zu verzeichnen hatten.

Appell von Bürgermeister Michael Ludwig

"Ich appelliere mit Nachdruck an die Fairness der WienerInnen, die sich nach einer entbehrungsreichen Zeit dieses Zeichen der Anerkennung verdient haben. Die missbräuchliche Verwendung des Gutscheins ist für mich als Bürgermeister inakzeptabel. Haushalte, die selbst keine Verwendung für ihren Gutschein haben, lade ich dazu ein, bei einer der vielen großartigen Spendenaktionen für Bedürftige teilzunehmen. Wien hat während der Corona-Krise stark zusammengehalten. Diesen so wichtigen Zusammenhalt fordere ich auch jetzt ein", schreibt Ludwig.

Inzwischen wurden laut dem Wiener amtsführenden Stadtrat Peter Hanke inzwischen einige Gutscheine gesperrt, die unrechtmäßig die Besitzer gewechselt haben. Das ist möglich, da die Bons über Registrierungsnummern verfügen und im Lokal gescannt werden müssen. 

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