Wohnen wird für Studenten zur harten Belastung. In Innsbruck ziehen die Preise für WG-Zimmer weiter kräftig an – ein Ende ist nicht in Sicht.
Aktuell liegt der Durchschnittspreis bei 539,69 Euro pro Zimmer. Noch vor wenigen Jahren war es mit 495,34 Euro deutlich niedriger. Besonders heftig: Pro Quadratmeter zahlen Studenten inzwischen rund 32,57 Euro, das ergibt eine Analyse von 1.031 Immobilien-Angeboten durch die Arbeiterkammer Tirol.
Damit gehört Innsbruck zu den teuersten Studentenstädten Österreichs. Das absolut teuerste WG-Zimmer kostete 1.050 Euro (im Stadtteil Saggen). Viel leistbarer sind auch die Stadtteile Hötting oder Pradl nicht: 950 Euro für ein Zimmer (Maximal-Preis).
Die Gründe liegen auf der Hand: Die Nachfrage ist hoch, das Angebot knapp. AK-Präsident Erwin Zangerl: "Da viele junge Menschen – auch von auswärts oder aus dem Ausland – in Innsbruck studieren, sind sie auf eine Wohnung angewiesen und bereit, unverschämte Preise zu bezahlen. Das treibt wiederum die Mieten nach oben, die sich die Menschen oft kaum noch leisten können."
Hoffnung gibt es derzeit nur wenig. Zwar gibt es Ideen wie einen eigenen Studentencampus, konkrete Umsetzungen lassen aber weiter auf sich warten. Gleichzeitig wird gefordert, Maßnahmen gegen die steigenden Mieten zu setzen.