Eine Reihe von Videos erregt derzeit die Gemüter in den sozialen Netzwerken. Frauen filmen sich und zeigen in Videos anderen Frauen, wie sie ihr ungewolltes Ungeborenes "am besten loswerden" können. Sie lassen sich über Stiegen fallen, von Autos anfahren oder laufen brutalst gegen Hydranten, um ihr Kind zu verlieren. Doch hinter den Videos steckt eine Kampagne, die wachrütteln will.
Eine Reihe von Videos erregt derzeit die Gemüter in den sozialen Netzwerken. Frauen filmen sich und zeigen in Videos anderen Frauen, wie sie ihr ungewolltes Ungeborenes "am besten loswerden" können. Sie lassen sich über Stiegen fallen, von Autos anfahren oder laufen brutalst gegen Hydranten, um ihr Kind zu verlieren. Doch hinter den Videos steckt eine Kampagne, die wachrütteln will.
Die Videos sind anfangs ganz harmlos. Doch schnell wendet sich das Blatt, und die Damen kommen zum Wesentlichen. Sie geben Tipps, wie man, wenn man keine herkömmliche Abtreibung vornehmen kann, sein Kind durch einen "Unfall" quasi "versehentlich" verlieren kann. "Achtet auf Autos, die das Rotlicht missachten", erklärt eine junge Frau den Zusehern. Als eines tatsächlich an einer Kreuzung nicht stehenbleibt, wirft sie sich vor den Wagen und wird von ihm erfasst. Das soll bewirken, dass die Frau ihr Kind verliert.
Im Internet herrschte Schock nach der Veröffentlichung der Videos. Dass diese einen tieferen Sinn haben, erklärt die gemeinnützige Organisation "Miles Chile". "In Chile sind unbeabsichtigte Abtreibungen die einzige Art abzutreiben, die nicht als Verbrechen gilt", heißt es in einem Statement. Sie fordert, dass Abtreibungen legal werden, denn sonst würden betroffene Frauen zu "versehentlichen" Abtreibungen gedrängt werden - und in ihrer Verzweiflung tatsächlich machen, was in den Videos gezeigt wird.
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