Schönborn: "Eines Tages schlägt die Natur zurück"

Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph SchönbornHelmut Graf
Der Klimawandel ist unleugbar in unserer Heimat angekommen. Kardinal Schönborn erinnert an die Kostbarkeit der Mutter Erde, die es zu beschützen gilt.

Sollen wir es Klimawandel nennen? Oder ist es bereits eine Klimakatastrophe? Starkregen, Hagelschäden, riesige Überschwemmungen, verheerende Waldbrände, Hitzewellen. Täglich erreichen uns erschreckende Bilder, nicht nur aus fernen Ländern, sondern aus unserer Heimat, aus den Nachbarländern, aus Europa. Der Klimawandel ist unleugbar bei uns angekommen.

Das Aufwachen kommt nicht zu spät 

War das alles vorhersehbar? Hätte es rechtzeitig verhindert werden können? Jetzt ist es so! Und wir werden damit leben müssen. Gibt es dennoch Hoffnung? Oder ist es schon zu spät? Für das Aufwachen ist es nicht zu spät! Eines wird uns allen immer stärker bewusst: Unser kostbarer Planet, die Mutter Erde, ist nicht unbegrenzt ausnutzbar. Sie ist begrenzt wie unser Leben, wie alles auf Erden. Der Traum des unbegrenzten Wachstums ist ausgeträumt. Wir können auf die Dauer nicht gegen die Natur leben. Denn eines Tages schlägt sie zurück und sagt: Es reicht!

Was tun? Nur ein Leben mit der Natur ist nachhaltig. Wir können alle ein bisschen dazu beitragen. Wir können die geschehenen Schäden nicht ungeschehen machen. Aber wenigstens mit Mutter Erde sorgsamer umgehen. Ohne sie geht es nicht!

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