Schönborn: "Machen wir am Karfreitag Halt vorm Kreuz"

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.Helmut Graf
Vielen fällt der Lockdown zur Last. Am Karfreitag erinnert Kardinal Schönborn daran, dass Hoffnung und Leben über das Leid siegen werden.  

Retz, mein langjähriger Zweitwohnsitz, ist vor allem durch seine weithin sichtbare Windmühle bekannt. Nicht weit von ihr steht der Kalvarienberg. Er überblickt die Stadt und die Weingärten. Lebensgroß ist die Kreuzigung Jesu und der beiden anderen Gekreuzigten dargestellt. Und ebenso Maria, die Mutter Jesu, die das qualvolle Sterben ihres Sohnes miterlebt. In Österreich gibt es viele solche Darstellungen. Kalvarienberg nennt man sie, weil der Ort der Kreuzigung Jesu in Jerusalem so hieß.

Die Auferstehung naht 

Am Karfreitag ist es üblich, in Prozession zum Kalvarienberg zu gehen. Heute, im strengen Lockdown, entfallen diese Karfreitagsgänge. Es ist aber nicht verboten, persönlich, bei einem Spaziergang, vor dem Kreuz haltzumachen. Für viele ist die Corona-Krise mehr und mehr zu einem Kreuz, einem Leid, einer schwer zu tragenden Last geworden. Wir spüren die Ohnmacht dem kleinen Virus gegenüber, das die Welt in seinen Fängen hält.

Früher bin ich gerne am Ostersonntag zum Retzer Kalvarienberg gewandert. Frühling. Alles steht in Blüte. Der weite Blick ins geliebte Weinviertel. Nein, das Kreuz hat nicht das letzte Wort. Das Leben siegt über den Tod. Bald ist Ostern. Christus ist auferstanden!

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