Am Montag wurde Schöttel in einem Flieger nach Manchester gesichtet. Schnell überschlugen sich daraufhin die Spekulationen. United-Coach Ralf Rangnick wurde ins Spiel gebracht, Leeds-Trainer Jesse Marsch genannt, zuletzt auch Southampton-Coach Ralph Hasenhüttl. Allerdings wäre es unlogisch für ein Treffen mit dem "Saints"-Coach, dessen Vertrag noch bis 2024 läuft, nach Manchester zu fliegen.
Nun dürfte sich allerdings einem Bericht von "90minuten.at" zufolge herauskristallisiert haben, wen Schöttel wirklich im Norden Englands traf: Fränky Schiemer. Der 36-Jährige ist seit kurzem Marschs Co-Trainer bei Leeds United, war bereits zuvor Assistent des US-Amerikaners in Salzburg.
Für den Teamchef-Posten kommt der 36-Jährige allerdings nicht infrage, denn Schiemer besitzt aktuell nur die B-Lizenz. Deshalb scheint er ein heißer Kandidat für den Co-Trainer-Posten zu sein. Möglicherweise an der Seite von Peter Stöger.
Das Kalkül dahinter ist einfach: Schiemer kann auf langjährige Erfahrungen im Red-Bull-Fußball zurückblicken, spielte für die Mozartstädter, war seit 2016 - mit einer Unterbrechung als Ried-Sportdirektor - im Bullen-Imperium als Betreuer tätig. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler soll dann also die Red-Bull-Komponente im neuen Trainerteam sein. So sollen beide Welten vereint werden.
Gut möglich, dass Schöttel also diese Lösung am Freitagabend dem ÖFB-Präsidium vorschlägt. Ein informelles Treffen vor dem Frauen-Länderspiel gegen Nordirland in Wiener Neustadt wurde kurzfristig anberaumt. Mit einer Entscheidung ist aber noch nicht zu rechnen.