Gesundheit

Schon gehört? Lästern ist gut für deine Seele

Ein bisschen Geschwätz schadet nicht. Von einer anderen Perspektive betrachtet muss es nämlich kein "Schlechtmachen" bedeuten.
Bih Fon
25.02.2022, 19:06

Geschichten aus der Gerüchte-Küche verbleiben nicht in deiner Jugend. Auch im Berufsleben und in deinen sozialen Kreisen kommt es öfters vor, dass über andere gesprochen wird. Gossip hat nunmal ein schlechtes Image, und wenn du in der Nähe einer Lästertante bist versuchst du als friedlicher Mensch prinzipiell deinen Abstand von solchen Personen zu halten.

Studien zufolge handeln rund zwei Drittel der Gespräche von Menschen, die nicht anwesend sind. Wer aber lästert bestärkt das "Wir-Gefühl" in der heutigen Gesellschaft. Schon bald kannst auch du deinen Seelenbalsam nutzen, um Positives zu bewirken.

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Schweigen ist Gold, aber reden kann helfen

Über andere zu sprechen kann schon im Kindesalter beginnen. In den Folgejahren unterhältst du dich auch noch mit Freunden in engen Kreisen über andere, oder mit Kollegen und Kolleginnen aus der Arbeit. Der ständige Gesprächsaustausch scheint kein Ende zu nehmen — aber sollte es der überhaupt?

Im Duden wird der Begriff "lästern" als etwas abwertendes beschrieben: "sich über jemanden [der abwesend ist], über etwas abfällig, mit kritischen oder ein wenig boshaften Kommentaren äußern".

Im Allgemeinen assoziiert man Lästern mit etwas verächtlichem. Jemand in deinem Bekanntenkreis hat ein neues Auto gekauft oder hat eine Veränderung durchgemacht und sieht jetzt bemerkenswerter aus. Eine Person leistet etwas und anstatt Lob wird ihr nichts gegönnt. Tratsch-Tanten & Co suchen immer nach Inhalten, die ihre Wert- und Normvorstellungen bestätigen können. Beim Lästern sollte es daher nicht darum gehen eine Person und ihre Errungenschaften im Leben in Frage zu stellen.

Lästern als Psychohygiene

Wenn eine Kollegin befördert wird kann ein Austausch mit jemand anderem Fragen und Antworten hervorrufen, und letztendlich dir die Bestätigung geben, dass auch du deine Ziele erreichen kannst. Das Phänomen kann als Basis dienen, um dein Weltbild im Vergleich zu dem von jemand anderem zu verifizieren, so dass du dich in der Gesellschaft wieder verorten kannst. Immerhin kann der Zuspruch von anderen dein Ego stärken und dir ein besseres Selbstwertgefühl vermitteln.

Hier musst du allerdings deine eigenen Grenzen setzen und erkennen, was deiner Psychohygiene hilft und was sich einfach nicht gehört. Sich mit anderen über widerfahrene, zwischenmenschliche Behandlungen auszusprechen ist schön und gut, doch wenn die Gespräche negativ geprägt sind dient dir das Reden nicht mehr als Schutz, und es wird an der Zeit den Mund zu halten.

Stelle dir im Vorhinein folgende Fragen und erkenne welchen Wert dir dein Lästern bringt, und ob bestimmte Themen besser nicht ausgesprochen gehören.

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