Trotz Coronakrise Kultur live erleben – der Kultursommer Wien macht’s möglich! Seit 9. Juli wird bei 25 Locations quer durch die ganze Stadt mit Musik, Tanz, Literatur und Kabarett bis hin zu Kindertheater das kulturelle Leben wieder kräftig aufgedreht. 20.000 BesucherInnen haben in den vergangenen Wochen bereits die Möglichkeit genützt, spontan, zwanglos und unmittelbar Kunst und Kultur bei freiem Eintritt unter freiem Himmel und im sicheren Rahmen zu genießen.
Eine Halbzeitbilanz, über die sich auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) freut. Gemeinsam mit Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) hat er den Kultursommer Wien initiiert – als Unterstützung für die Künstler und Veranstalter, aber auch als Offensive für die kulturelle Nahversorgung der Wiener während der Sommermonate. "Wir haben den Kultursommer ins Leben gerufen, weil Wien eine Kulturhauptstadt ist, die zu ihren Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden steht. Und weil wir den Wienerinnen und Wienern auch in herausfordernden Zeiten schöne, unterhaltsame und entspannende Erlebnisse bieten wollen. Denn Wien lässt sich nicht unterkriegen, im Gegenteil – Wien dreht auf", betont Ludwig.
Beim Kultursommer Wien gibt es ein bewusst vielfältigstes Kulturangebot. Woche für Woche stehen rund 100 unterschiedliche Acts auf zwei Dutzend Bühnen zur Auswahl. Dabei können die Besucher nicht nur in kultureller Hinsicht jede Menge Neues erleben, sondern ihre Stadt noch besser kennenlernen und vielleicht bisher unbekannte Plätze wie die Zirkuswiese am Liesingbach (Liesing), den Nietzscheplatz (Ottakring) oder die Muthsamgasse (Penzing) entdecken.
Das Programm bietet für jedes Alter den passenden Act. Und macht auch vor den Wiener Pensionisten-Wohnhäusern nicht halt. Denn dienstags und donnerstags kommt der Kultursommer Wien auch zu jenen Menschen, die aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören und die Live-Events in der Stadt deshalb nicht besuchen können. Ihnen wird in den Höfen und Gärten zahlreicher "Häuser zum Leben" ein musikalisches Ständchen gebracht und damit herzerwärmende Stunden geschenkt.
Nicht minder bewegende Momente beschert der Kultursommer den Teilnehmern der Public Moves. Die kostenlosen Tanzworkshops unter der Regie von ImPulsTanz finden täglich auf zahlreichen Kultursommer-Bühnen statt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Seit einigen Tagen hat sogar das Wiener Rathaus seine Tore für bewegungsfreudige Besucher geöffnet, wo im frisch renovierten Arkadenhof noch bis 14. August unter der Anleitung von professionellen Choreographen abgetanzt werden kann.
Diese Vielfalt und Unmittelbarkeit des Angebots hat auch Kulturstadträtin Kaup-Hasler bei ihrer Tour durch die Kultursommer-Locations beeindruckt: "Es ist unglaublich, was hier in kürzester Zeit auf die Beine gestellt wurde. Ich kann den Beteiligten nur gratulieren und alle Menschen, die in den kommenden Wochen in Wien sind, dazu einladen, sich diese einzigartige Chance, Kultur in all ihren Ausprägungen kostenlos zu erleben, nicht entgehen zu lassen", so die Stadträtin.
Der Kultursommer Wien 2020 bietet bis 30. August noch rund 400 Acts. Neben den täglichen Tanzworkshops wird auf zehn Bühnen jeweils von Donnerstag bis Sonntag die gesamte Bandbreite der Wiener Kulturlandschaft ausgespielt. Dabei werden die Beginnzeiten der Acts ab 1. August dem sich verändernden Tageslicht angepaßt und starten somit eine halbe Stunde früher als im Juli, jeweils um 17.30 Uhr und um 19.30 Uhr.
In den kommenden Wochen erwartet das Publikum Lesungen von Franzobel bis Dirk Stermann, Musik von Federspiel bis Wenzel Beck, Kabarett von Gerald Fleischhacker bis Isabell Meili sowie ein vielfältiges Kinderprogramm (auch vormittags) – und vieles mehr.
Das Programm wird Woche für Woche aktualisiert. Alle Veranstaltungen finden – mit Ausnahme der "Public Moves"-Reihe von ImPulsTanz sowie der Gartenkonzerte in den "Häusern zum Leben" – jeweils von Donnerstag bis Sonntag statt.
Die Main Stages (für bis zu 500 Personen) befinden sich: Auf der Donauinsel beim Schulschiff (Floridsdorf) und in Oberlaa/Kurbadstraße (Favoriten). Die Modular Spaces (für bis zu 100 Personen) sind am 12.-Februar-Platz (Döbling), der Kaiserwiese beim Riesenrad (Leopoldstadt), der Muthsamgasse (Penzing), dem Hannah-Arendt-Platz (Donaustadt) und der Zirkuswiese am Liesingbach (Liesing) lokalisiert.
Artist Corners (für bis zu 30 Personen) gibt es am Nietzscheplatz (Ottakring), dem Wallensteinplatz (Brigittenau) und dem Naschmarkt (Mariahilf). "Public Moves" gibt es unter anderem auf der Donauinsel beim Georg-Danzer-Steg (Floridsdorf), Arkadenhof im Rathaus (City, 27. Juli bis 14. August). Zusätzlich gibt es in 16 "Häusern zum Leben" in ganz Wien Konzerte exklusiv für die Bewohner.
Alle Veranstaltungen sind gratis zugänglich. Für die Main Stages sowie für "Public Moves" ist eine Registrierung vorab auf www.kultursommerwien.at notwendig. Auch für jene Wiener, die nicht zu den Veranstaltungen des Kultursommers kommen können, gibt es eine Möglichkeit, dabei zu sein: W24 zeigt jeden Sonntag um 20.30 Uhr Ausschnitte aus dem Kultursommer-Programm.