Der 56-jährige Franjo Pooth musste eine abenteuerliche Route auf sich nehmen, um seinen 14-jährigen Buben wieder in die Arme schließen zu können. Die Familie war getrennt, weil Verona und Franjo in Deutschland waren, während Rocco in Dubai blieb.
Verona Pooth (57) zeigt auf Instagram, wie Vater und Sohn sich nach dieser Zeit voller Unsicherheit endlich wieder umarmen. Dazu schreibt sie: "Ich danke dem Universum, dass sie wohlauf sind".
Auch Louisa (23), die Freundin von San Diego (22), dem älteren Sohn der Pooths, war bei der Wiedervereinigung dabei. Während die Eltern sich große Sorgen machten, kümmerte sich Louisa rührend um Rocco. "Louisa war in dieser Zeit auch mein Kind. Ihre Familie hat sie voller Angst vermisst, aber sie war der Fels in der Brandung für Rocco", so Verona weiter auf Instagram. Die Situation habe ihr gezeigt, wie schnell sich alles ändern kann. "Niemand ist wirklich sicher. Es kann jeden jederzeit treffen."
Rocco war in diesen ohnehin schon schwierigen Tagen auch noch krank. Louisa übernahm die Rolle einer Ersatzmama und kümmerte sich liebevoll um ihn. "Roccolito ist ein tough cookie. So habe ich ihn erzogen: Geht nicht, gibt's nicht. Für alles gibt es eine Lösung. Louisa und Rocco haben die Stellung gehalten – mutig und stark. Als Rocco krank wurde und drei Infusionen brauchte, hat Louisa sich um ihn gekümmert, und beide haben sich nichts anmerken lassen, damit wir uns in Deutschland nicht noch mehr sorgen", schildert die Moderatorin.
Erst vor knapp einem Jahr ist die Familie Pooth in ein Penthouse nach Dubai übersiedelt. Während Verona und Franjo in Düsseldorf zu einer Gerichtsverhandlung mussten, spitzte sich die Lage in Dubai wegen des Nahost-Konflikts zu. Direkt nach dem Termin setzte sich Franjo in den Flieger und machte sich auf den gefährlichen Weg.
"Er fliegt über Istanbul und Kairo und dann weiter nach Riad in Saudiarabien", erklärte Verona Pooth den Plan. Von dort wollte er mit dem Auto bis zur Grenze der Vereinigten Arabischen Emirate fahren, wo ihn ein Fahrer mit einem gepanzerten Wagen sicher nach Dubai bringen sollte.
Währenddessen kümmerten sich Louisa, San Diego und die Eltern von Diegos bestem Freund um Rocco. Der 14-Jährige besucht seit dem Umzug der Familie im Vorjahr die Schule in Dubai. Ursprünglich war geplant, dass Franjo die beiden an der Grenze zu Saudiarabien trifft. "Doch als wir hörten, dass zusätzliche Wasserreserven und Medikamente ins Auto gepackt wurden, haben wir doch große Angst bekommen. In diesem Moment wurde uns klar, wie schnell die Lage sich zuspitzen kann."
Am Montagvormittag meldete sich Verona via Instagram: Louisa und Rocco seien "wirklich tapfer, und die machen das so gut, ich bin so stolz auf die beiden".
Für sie als Mutter sei es "unerträglich, dass er so weit weg ist und sich eigentlich in einer Kriegsschneise befindet und man wirklich nicht weiß, wie viele Wochen oder Monate das noch gehen wird. Das ist einfach schrecklich für alle".
Sie schilderte außerdem, dass die geplante Route ihres Mannes nicht wie gedacht funktionierte: Franjo Pooth saß 18 Stunden in Istanbul fest, von wo aus er weiterreisen wollte. Sein Flug nach Riad wurde im letzten Moment gestrichen, wie er selbst berichtet. "Nun fliege ich nach Oman, die einzige Lösung, die ich hatte". Inzwischen ist er dort auch gelandet, wie Verona Pooth ebenfalls mitteilte.